11.08.2014 - 00:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Heimatkundlicher Arbeits- und Förderkreis baut Sammlung mit Musikautomaten auf - Größte in der ... Lieder aus den Blasebalg

HAK-Vorsitzender Hans Rösch und Museumsleiter Anton Heindl (von rechts) bedankten sich bei Transportunternehmer Andrzey Szawarski und den freiwilligen Helfern Patrick Buchka und Michael Merkl (von links) für die Mithilfe beim Aufstellen des Pianolas. Lukas Buchka (vor dem Instrument) freute sich über den schönen Klang des neu erworbenen Musikautomaten. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Mitten in Kemnath entsteht derzeit ein Musiksalon der ganz besonderen Art. Dafür mieteten die Stadt und der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) einen Teil der Geschäftsräume des ehemaligen Blumengeschäftes Meister an.

Auf Vermittlung des Kemnather Ehrenbürgers Max Ponnath soll in diesem Raum, der sich in unmittelbarer Nähe zum Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum befindet, eine Sammlung mechanischer Musikautomaten aufgebaut und der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. "Die Familie Meister ist dabei unserem Museum sehr entgegengekommen", freute sich HAK-Vorsitzender Hans Rösch.

Max Ponnath finanzierte die bisherigen Umbauarbeiten, die noch nicht abgeschlossen sind. "In diesem Kemnather Musiksalon wird die größte öffentlich zugängliche Sammlung von mechanischer Musik in der Oberpfalz entstehen", betonte Museumsleiter Anton Heindl. Er besitzt bereits eine sehenswerte Sammlung von Musikautomaten, die er in seinem Haus in der Schulstraße gelagert hat. Diese stellt er dem HAK zur Verfügung. "Musikinteressierte Besucher sollen diese wertvollen Exponate in Ruhe besichtigen können", meint er.

Pianola aus London

Auf Betreiben von Heindl wurde aus London eine Pianola der Marke Aeolian mit Klavierhocker und mehreren Kisten Notenrollen geliefert. Das aus den 1920er Jahren stammende pneumatisch-mechanische Gerät ist stilecht mit zwei Messingkerzenleuchtern ausgestattet. "Es ist in einem sehr guten Zustand und kann jederzeit in Betrieb genommen werden", versicherte Heindl.

Es ist das erste Gerät, das wegen Platzmangels in den Wildenauer-Zetlmeisl- und Heindlschen Familiensammlungen seinen Platz im neuen Musiksalon findet. In dieser neu gegründeten Abteilung des Museums werden Pianolas, Orchestrien, Organetten, Plattenspieldosen, Grammophone, Walzenspieldosen und Phonographen mit klangvollen Namen wie Manopan, Aeolin, Ariston, Ariosa, Polyphon, Kalliope, Orphenion und Symphonion ausgestellt.

"Das interessanteste Exponat ist ein Klavierorchestrion mit acht Instrumenten, nämlich Klavier, Akkordeon, Basstrommel, Triangel, Tamburin, Becken, Trommel und Holztrommel", stellt Heindl heraus. Es sei in einer limitierten Auflage von nur 500 Stück von der Operator Piano Co in Madison (Alabama) gebaut worden.

Museumsleiter Anton Heindl, Telefon 09642/8481, bittet um Sach- und Geldspenden zur weiteren Ausstattung des Musiksalons. "Wir suchen noch Teppiche mit Persermuster, einen Flügel (braun oder schwarz) und einen Tisch für zehn Personen."

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