Kemnath will Bürger fürs Energiesparen belohnen - Jeweils 25 000 Euro in den nächsten drei ...
"Einmalig in der Region"

Lokales
Kemnath
18.04.2013
3
0

Die Stadt plant ein Energie-Einsparungsprogramm, das sich für die Bürger auch finanziell auszahlt. In den nächsten drei Jahren will die Kommune dafür jeweils 25 000 Euro bereitstellen, die als Fördergelder an die Einwohner ausgezahlt werden. Voraussetzung dafür sind Maßnahmen mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Energieeffizienz zu steigern und regenerative Energien einzusetzen.

Einen ersten Entwurf des Programms diskutierte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Die endgültigen Richtlinien sollen im Mai verabschiedet werden, so dass das Förderprogramm zum 1. Juni in Kraft treten kann.

"Ein vergleichbares Programm gibt es noch nicht, das ist einmalig in der Region", betonte Bürgermeister Werner Nickl bei der Vorstellung des Entwurfs. Es solle sich von anderen staatlichen Programmen abheben. Regelmäßig gelte es, die Inhalte zu hinterfragen und eventuell anzupassen. "Es handelt sich hier um eine freiwillige Leistung der Kommune, entsprechend sind wir in der Handhabung flexibel", sagte Nickl. Ob es nach drei Jahren eine Fortsetzung geben wird, könne man jetzt noch nicht sagen.

Gefördert werden sollen unter dem Stichwort "Effizientes Heizen" der Austausch der Heizungspumpe hin zu einem effizienteren Exemplar mit 50 Euro sowie die Installation thermischer Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung mit maximal 750 Euro (je nach Größe der Kollektorfläche). Weitere Förderungen will die Kommune geben, wenn Heizungen beispielsweise auf Wärmepumpen umgestellt werden (maximal 750 Euro). Die Speicherung von Solarstrom soll ebenfalls mit maximal 750 Euro bezuschusst werden.

Auch für Waschmaschinen

Mehrheitlich waren die Stadträte der Ansicht, dass auf die im Entwurf vorgesehene Förderung im Bereich Wärmedämmung vorerst verzichtet werden sollte. Alle Redner begrüßten die geplante Bezuschussung der thermografischen Gebäudeanalyse. Es wurden zudem Überlegungen diskutiert, wonach die Kommune eine Art Rahmenvertrag mit einer Firma abschließen könnte, um so die Kosten für die privaten Gebäudebesitzer zu senken. Im Grundsatz war sich das Gremium auch einig, die private Anschaffung von neuen Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Kühlschrank und Geschirrspülmaschine mit entsprechender Energieeffizienzklasse finanziell zu unterstützen.

Offen blieb hier allerdings noch die Zuschuss-Summe, die sich in den Vorschlägen zwischen 25 und 100 Euro bewegte. Stefan Prechtl (CSU) bat um Prüfung, ob man diesen Zuschuss abhängig machen kann vom Kauf bei regionalen Händlern. Ely Eibisch (FWG) brachte seine Bedenken vor, dass der bürokratische Aufwand insgesamt aufgrund der Vielzahl von Fördermöglichkeiten eventuell zu hoch werde. VG-Mitarbeiter Roland Sächerl nannte als Ziel, dass lediglich ein einziges Formular für alle Fördermöglichkeiten ausreichen solle.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.