Klassentreffen des Jahrgangs 1939 vom Tod der Organisatorin überschattet
Trauer und Wiedersehensfreude

Gemischte Gefühle herrschten beim Wiedersehen des Geburtsjahrgangs 1939 vor. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
28.08.2014
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Das Wiedersehen des Jahrgangs 1939 stand unter keinem guten Stern. Organisatorin Gertraud Meiler verstarb wenige Wochen vor dem Klassentreffen. Dennoch verstanden die Ehemaligen es, Gedenken und Wiedersehensfreude würdig zu verbinden.

"Wir sind oder werden in diesem Jahr 75 Jahre alt", hieß es in der Einladung zum Klassentreffen des Geburtsjahrgangs 1939. Gertraud Meiler hatte sie kurz vor ihrem Tod im Juli an die ehemaligen Klassenkameraden verschickt. "Bis hierher haben wir es geschafft und das müssen wir feiern", hatte sie geschrieben, "solange es geht, möchten wir unser Leben in froher Runde genießen." Ihr plötzlicher Tod vor sieben Wochen trübte die Wiedersehensfreude der 28 ehemaligen Klassenkameraden im Gasthof Kormann. Es war bereits das sechste Klassentreffen für den "39er-Jahrgang".

Aus Amerika

Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist über die vielen Jahre erhalten geblieben. Sonst hätten einige nicht die weite Anreise aus Straubing, München, Augsburg, Regensburg und Berchtesgaden auf sich genommen. Resi Anzer war sogar aus Amerika gekommen. Schon beim Kaffeetrinken wurden Neuigkeiten und Ereignisse seit dem letzten Klassentreffen ausgetauscht. "Kaum zu glauben, dass seitdem schon wieder fünf Jahre vergangen sind", meinten einige. Bei der Einschulung im Jahr 1945 wurden die 76 Schulanfänger im Knabenschulhaus unterrichtet. In der zweiten und dritten Klasse waren die Buben im Knabenschulhaus und die Mädchen in der Mädchenschule untergebracht.

In der vierten Klasse lernten sie wieder gemeinsam in einem Klassenzimmer. Die damalige Lehrerin Leopoldine Deinlein hatten alle noch in bester Erinnerung. Wer nach der vierten Klasse nicht in eine weiterführende Schule wechselte, hatte Fritz Müller und Josef Rösch als Lehrkräfte. Nach dem Erinnerungsfoto am Brunnen vor dem Amtsgericht lud Alois Bayer seine ehemaligen Mitschüler zu einer Stadtrundfahrt und zu einem kurzen Ausflug ins Kemnather Land ein. Dabei erklärte er ihnen im Schulzentrum und in den neuen Baugebieten, was sich in den letzten Jahren verändert hat.

"24 von uns sind leider schon verstorben", sagte Manfred Reicholt vor dem Abendessen. Mit Theresia Denz, Gertraud Hagen, Siegfried Zaus, Alois Bayer, Hans-Joachim Liedtke, Hermann Fischer, Robert Wenning, Albrecht Metschnabl, Manfred Reicholt, Georg Fütterer und Betty Vogel (Berndorf) nahmen elf Kemnather am Klassentreffen teil. Annemarie Langer, die viele Jahre in Kemnath wohnte, war aus Weiden gekommen. Bis spät in die Nacht hinein schwelgte man in Erinnerungen, frischte alte Geschichten wieder auf und betrachtete Fotos aus der gemeinsamen Schulzeit.

Am Sonntag begrüßte Stadtpfarrer Konrad Amschl die "Ehemaligen" um 10.30 Uhr zum Dankgottesdienst. Siegfried Zaus und Josef Zaglmann übernahmen die musikalische Gestaltung.
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