Kommunale Windenergiepläne im Kemnather Land drohen zu scheitern
"Es herrscht Windstille"

Lokales
Kemnath
19.04.2013
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Bürgermeister Werner Nickl wollte zwar das Wort "Scheitern" nicht in den Mund nehmen, zwischen den Zeilen seiner Erläuterungen konnte aber die deutliche Skepsis gegenüber einem Gelingen der geplanten Windenergiepläne im Kemnather Land herausgelesen werden.

"Ich habe schwach ausgedrückt - gewisse Bedenken: Es herrscht Windstille", räumte er in der Sitzung des Kemnather Stadtrates am Montag freimütig ein. Zuvor hatte Hermann Schraml (FW) den aktuellen Stand angefragt. Zur Erinnerung: Die Kommunen Kemnath, Speichersdorf, Kastl, Kulmain, Immenreuth, Neusorg, Ebnath, Pullenreuth und Brand hatten im Sommer 2012 eine gemeinsame Erklärung und Vereinbarung zur Bildung einer Planungsgemeinschaft unterzeichnet. Es wurde ein gemeinsamer sachlicher Teilflächennutzungsplans aufgestellt, in dem gemeinsame Konzentrationsflächen für den möglichen Bau von Windkraftanlagen festgelegt wurden.

Aktuell müsse man hoffen, so Nickl, dass die vorgesehenen Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden: "Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir mit dem Thema überhaupt weiterkommen."

Letztlich werde der Kreistag darüber entscheiden. Dabei müssten aber zahlreiche Belange berücksichtigt werden; Belange, die auch schon bisher einem Weiterkommen in der Angelegenheit nicht förderlich gewesen seien. "Die Lobby der anderen Seite ist sehr stark", verdeutlichte der Bürgermeister das Problem. Nickl zeigte sich überzeugt davon, dass auch der Regionalplan des Planungsverbandes keine Zukunft habe.
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