"Missionshalle Bernhard Schaller" erstrahlt in neuem Glanz - Weiterhin Altkleidersammlung
Im Sinne des Gründers

Lokales
Kemnath
16.04.2013
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In neuem Glanz erstrahlt seit kurzer Zeit die Kemnather "Missionshalle Bernhard Schaller" (wir berichteten): Am Samstag hatte die Öffentlichkeit bei einem "Tag der offenen Tür" die Möglichkeit, sich zu informieren, was sich dort in den vergangenen beiden Jahren getan hat. Gleichzeitig erhielt das Gebäude den ökumenischen Segen durch Konrad Amschl und Stefan Fischer.

Werner Klante, Vorsitzender des Stadtverbandes, ließ die Entwicklung der Missionshalle seit dem Tod von Bernhard Schaller 2010 Revue passieren. Nach der Auflösung der Missionsgemeinschaft Bayern durch die Benediktinerabtei Münsterschwarzach sei die Missionshalle an die Katholische Kirchenstiftung Kemnath gefallen, anschließend begannen die Verkaufsverhandlungen mit der Stadt Kemnath. Im Jahr 2011 habe mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden können - zum Jahreswechsel 2010/2011 hatten Schneemassen das Vordach im hinteren Hof eingedrückt und die Außenwand zum Ballenpressraum so beschädigt, dass diese eingerissen werden musste.

Auch Firmen als "Mieter"

Detailliert führte Klante die einzelnen Maßnahmen auf, an denen viele fleißige Hände beteiligt waren - von den Dichtungsarbeiten am Dach und diversen Tünchungen über eine neue Elektroinstallation und den Ausbau der Ballenpresse bis hin zum Einbau von neuen Toren und Boxen für die Vereine.

"Eingezogen" seien nun der HAK, die SPD, der Kinderschutzbund, der Wanderverein, der KEM-Verband, die CSU und der WCV, darüber hinaus der Stadtverband sowie die Firmen Heinz und Siemens. Auch die Altkleidersammlung für "Missio/Aktion Hoffnung" werde weitergeführt. Finanziert worden seien die Maßnahmen durch den Stadtverband, die Zuschüsse der Kommune sowie durch die "Mieter". Auch von der Sparkasse, so der Redner, habe man eine großzügige Spende erhalten.
"Die jetzige Nutzung wäre auch Bernhard Schaller sehr recht gewesen", zeigte sich Bürgermeister Werner Nickl in seiner Rede überzeugt. Die Stadt habe die Halle gekauft, um sie selbst zu nutzen beziehungsweise den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Nickl führte aus, dass sicherlich viele der Anwesenden mit der Missionshalle persönliche Erfahrungen verbinden. Er selbst sei seit seinem 9. Lebensjahr in der Missionshalle aktiv gewesen. "In den vergangenen Jahrzehnten waren hier über 600 Helfer im Einsatz", so Nickl, der an die Altkleider- und die Altpapiersammlung erinnerte.

Über zehn Millionen Euro konnten in dieser Zeit für die gute Sache erwirtschaftet werden, betonte der Bürgermeister. Sein Dank galt besonders Werner Klante, der sich bei den Sanierungsarbeiten wieder einmal als "Organisator schlechthin" präsentiert habe.
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