12.05.2011 - 00:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Mögliche Erschließung in Waldeck ein Thema des Bürgergesprächs - Fassadenprogramm läuft bis ...: CSU rührt Trommel für Fernwärmenetz

von Hans LukasProfil

Frei von der Leber weg sprachen die Einwohner im Gespräch mit den CSU-Politikern aktuelle Probleme und Fragen an. Der Ortsverband hatte zu einer lockeren Runde ins Gasthaus Merkl eingeladen. Ein Schwerpunkt war dabei das Thema Energie.

Der Waldecker Stadtrat Hans Wegmann berichtete, dass auf seine und auf die Initiative von Leonhard Zintl derzeit eine Befragung erfolge, ob in Waldeck Interesse am Aufbau eines Fernwärmenetzes besteht. Es gehe hier nicht nur um den Einsatz günstiger Energien, sondern auch um Energieeinsparung. Er bat um Rücksendung, damit eventuell weitere Schritte in die Wege geleitet werden können.

Bürgermeister Werner Nickl bezeichnete die Energie-Initiative als besonders wichtig. Die Erschließung könne in Waldeck an der Rückfront der Häuser erfolgen. Er erinnerte an die zentrale Hackschnitzelheizung in Kemnath mit Einbindung der sanierten Mehrzweckhalle, die sich als gute und rentable Anlagemöglichkeit für alle Bürger herausgestellt habe. Auch er bat um Mithilfe bei der Fragebogenaktion.
Wegmann erläuterte den einstimmig beschlossenen Haushalt 2011. Vor allem ging er auf die Investitionen ein, die im Bereich von Kemnath-Ost und Waldeck getätigt werden. So erhalten die Feuerwehren Atzmannsberg und Zwergau neue Tragkraftspritzen sowie Guttenberg ein neues Auto. In der Waldecker Schule werde die in den vergangenen Jahren begonnene Sanierung mit den Elektroarbeiten fortgesetzt. Das Gebäude befinde sich in einem sehr guten Zustand. Weitere Maßnahmen seien der Zuschuss für die Innensanierung der Pfarrkirche Waldeck sowie die Restaurierung der Burgruine auf dem Schlossberg.

Weiter teilte Wegmann mit, dass das aufgelegte Fassadenprogramm im Zuge der Marktsanierung in Waldeck am 30. September 2011 auslaufe. Wer hier noch etwas vorhabe, solle sich umgehend mit der Stadt und mit Robert Schön in Verbindung setzen. Gefördert werden 30 Prozent der Gesamtkosten, maximal jedoch 5000 Euro.

Nickl schnitt die Investitionen in die Wasserversorgung an. Das Baugebiet "Brückengasse" werde sehr gut angenommen. Aufgrund der drei abgeschlossenen Großprojekte - Kindergarten und Mehrzweckhalle in Kemnath sowie Marktsanierung in Waldeck - sei eine Erhöhung der Verschuldung kurzzeitig notwendig geworden. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich nach Eingang der Zuschüsse die Lage wieder erträglich gestaltet.

Schulstandort gesichert

Laut dem Bürgermeister hat der Stadtrat bis auf Kötzersdorf alle Feuerwehren auf einen technisch guten Zustand gebracht. Was die Grundschule Waldeck angeht, sehe er seitens der Eltern nur positive Reaktionen. Der Standort sei weiterhin gesichert, auch wenn immer wieder Investitionen notwendig werden. Seitens der Regierung gebe es hier allerdings keine Mittel, weil sie nur eine Zentralisierung sehe. Hier werde die Stadt alleingelassen.

Auf die Restaurierung der Burgruine ging Nickl ebenfalls ein. Der Schlossberg habe großes Potenzial für touristische Attraktionen. Auch wenn etwas Kritik bezüglich der Beseitigung des Waldes rund um die Ruine laut geworden sei, so könne man jetzt erkennen, dass dies einfach notwendig gewesen sei. Ein Höhepunkt sei die Aufführung des Landestheaters Oberpfalz im August.

Auch das ins Auge gefasste Projekt "Ägidius-Kapelle" sei positiv zu bewerten. Sicher werde hier keine Kapelle im herkömmlichen Sinne entstehen, aber doch vielleicht - so der Bürgermeister - ein Ort der Besinnung und des Innehaltens.

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