29.08.2014 - 00:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Nächste Aktion der Klimabotschafter der Kemnather Schulen - Verkauf fair gehandelter Schokolade Süßes für Gutes

"Schüler liegen während der großen Ferien nur auf der faulen Haut." Diesem Vorurteil widersprachen einige Mittelschüler. Nach einer Baumpflanzaktion im April setzten sie sich mit dem Verkauf "guter Schokolade" erneut für weltweite Klimagerechtigkeit ein.

Die Kemnather Schüler opferten für die Schokoaktion einen Tag ihrer Schulferien. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Mehrere Klimabotschafter für die Aktion "Plant for the Planet" gibt es seit einigen Monaten an der Grund- und Mittelschule. Nach der großen Pflanzaktion im April starteten sie in den Ferien eine neue Aktion für die weltweite Klimagerechtigkeit.

Im Rewe-Markt verkauften sieben Schülerinnen von der Mittel- und ein Schüler von der Realschule "gute Schokolade". Bei dieser Schokoaktion verzichten Händler und Hersteller auf ihren Gewinn und spenden ihn an "Plant for the Planet". Davon sollen so viele Bäume gepflanzt werden, dass die Produktion jeder Tafel Schokolade komplett klimaneutral ist. Diese Schokolade ist außerdem fair gehandelt. So bekommen auch die Kakaobauern ihren verdienten Anteil.

"Eine Tafel Schokolade kostet einen Euro", erklärten die Jugendlichen, "20 Prozent davon gehen an die Aktion Plant for the Planet." Mit dem Satz "Wenn fünf Tafeln verkauft sind, kann ein neuer Baum gepflanzt werden", machten sie Werbung. "Die wenigsten Kunden waren über diese Aktion informiert", wunderten sich die Schüler. Marktleiter Berthold Schenkl unterstützte diese Verkaufsaktion und erlaubte ihnen, im Eingangsbereich einen Stand aufzustellen. "Hilf uns, die Welt jeden Tag Stück für Stück ein bisschen besser zu machen", war das Motto der umweltbewussten Jugendlichen. "Gemeinsam wollen wir Kinder zeigen, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zur Klimaverbesserung leisten kann", betonten sie. "Reden allein stoppt das Schmelzen der Gletscher nicht", hatten sie bei ihrer Ausbildung zu Klimabotschaftern gelernt.

"Das Ziel dieser Schülerinitiative ist es, bei Kindern und Erwachsenen ein Bewusstsein für die globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen", hatte ihnen Lehrerin Heidrun Schelzke-Deubzer beigebracht. Ins Leben gerufen wurde diese weltweite Aktion 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner aus Pähl bei Starnberg. Den ausschlaggebenden Impuls erhielt er, als er sich für einen Vortrag zum Thema Klimawandel vorbereitete.

Dabei entwarf er die Vision, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen könnten. Diese Idee entwickelte sich zu einer weltweiten Bewegung. "Wenn jeder Mensch 150 Bäume pflanzt, schaffen wir bis zum Jahr 2020 1000 Milliarden Bäume", lautet das Fernziel.

"Was haben die Bäume mit der Schokoaktion zu tun?" und "Wie kann die Schokolade klimaneutral sein, wenn Bäume gefällt werden dürfen?", lauteten einige Fragen, die ihnen Kunden beim Einkaufen stellten. "Jeder Baum entnimmt der Luft Kohlendioxid und speichert es in seinem Holz", war ihre Antwort. Mit Hilfe der Photosynthese verwandele er Kohlendioxid in saubere Luft zum Atmen. Bäume sind super, aber leider nicht essbar. Deshalb gibt es die "Gute Schokolade". Für diese Schokoaktion hat "Plant for the Planet" kein Werbebudget. Darum ist die weltweite Organisation beim Verkauf auf die freiwillige Mitarbeit von Kindern angewiesen.

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