04.09.2014 - 00:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Pfarrei feiert Bruderschaftsfest - Pfarrer Heribert Stretz: Sich der Mutter Gottes ganz ... Im Beten Liebe des Herrn erfahren

Die Pfarrei beging das Hoch- und Titularfest der Erzbruderschaft Maria vom Trost. Im Festgottesdienst, an dem sich die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen beteiligten, griff Pfarrer Heribert Stretz die dramatischen Ereignisse im Irak auf. Am Beispiel des enthaupteten James Foley erklärte er, dass es ein großer Trost sei zu wissen: "Ich bin nicht allein; ich bin mitgetragen von der Liebe und Sorge vieler Menschen."

Die Waldecker Blaskapelle führte den Zug der Vereine an. Bild: hl
von Hans LukasProfil

Für den von Dschihadisten hingerichteten US-Reporter sei es ein großer Trost in der Gefangenschaft gewesen, dass er gewusst habe: Viele denken an mich und beten für mich. Die Erinnerungen an seine eigene Kindheit gaben ihm zudem inneren Frieden und schenkten ihm immer wieder neue Hoffnung, führte Stretz aus. Besonders drückte Foley das mit den Worten an seine Großmutter aus: "Bleib stark, denn ich brauche deine Hilfe, um mein Leben zurückzugewinnen."

Diese Worte machten auch uns Mut, wenn sie auf Maria übertragen werden. Die Mutter Gottes führe zu Jesus hin, und wir finden ihn am einfachsten, wenn wir uns ihr ganz anvertrauen.

Papst Franziskus habe Foleys trauernde Eltern angerufen und ihnen seine Anteilnahme bekundet. Beeindruckt sei der Papst vom starken Glauben der katholischen Mutter Foleys gewesen. Ebenso habe er mit dem Vater und weiteren Familienmitgliedern gesprochen. Auch der getötete Reporter sei gläubig gewesen und habe bei den Jesuiten studiert.

In einem Brief an seine Eltern kurz vor der Hinrichtung berichtete Foley, dass er mit 17 Häftlingen gefangen gewesen sei, was ihm sehr geholfen habe. Es habe viele Gespräche untereinander gegeben und sie hätten unter anderem Spiele und Turniere veranstaltet, um die Zeit zu überbrücken.

Bei seiner ersten Generalaudienz am 27. März 2013 habe Papst Franziskus betont: Jesus nachzufolgen, das heißt zu lernen, aus sich selbst herauszugehen, um anderen entgegenzugehen. Der Heilige Vater ermutige uns, bis an die Grenzen der Existenz zu gehen, als erster auf unsere Brüder und Schwestern zuzugehen, vor allem auf die, die fern sind und Trost und Hilfe brauchen. So möge die Gottesmutter Maria vom Trost allen beistehen und begleiten, damit im Beten und Handeln die barmherzige Liebe des Herrn und Heilands erfahrbar werden könne.

Den Festgottesdienst gestalteten der Kirchenchor unter der Leitung von Katrin Schrembs und Juliane Busch an der Orgel musikalisch. Die Lesung und Fürbitten trug Johann Heindl vor. Die Blaskapelle Waldeck hatte die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen zur Pfarrkirche begleitet. Pfarrer Stretz dankte allen, die an der Vorbereitung des Festtages mitgearbeitet haben und erteilte am Ende des Gottesdienstes den sakramentalen sowie den Päpstlichen Segen, wie es vorgeschrieben ist, in lateinischer Sprache.

Andacht statt Prozession

Da die Prozession buchstäblich ins Wasser fallen musste, gab es in der Pfarrkirche am Nachmittag noch eine eucharistische Andacht mit Generalabsolution der Bruderschaftsmitglieder.

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