Trotz Plädoyers des Bürgermeisters nicht alle Bauausschussmitglieder für neue Aussegnungshalle
Neubau-Diskussion wieder entfacht

Lokales
Kemnath
23.04.2013
0
0

Eigentlich ging es "nur" um eine Ortseinsicht des Bauausschusses zur bald beginnenden Trockenlegung von Friedhofskirche und der bestehenden Aussegnungshalle. Zum Abschluss des Termins befand sich das Gremium aber wieder in der grundsätzlichen Diskussion über die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit einer möglichen neuen Aussegnungshalle an einem neuen Standort.

"Ich möchte dazu eine Entscheidung", sagte Bürgermeister Werner Nickl und kündigte eine entsprechende Diskussion in der Sitzung des Stadtrates am 6. Mai an. Zuvor hatte er bei den Ausschussmitgliedern - unter ihnen auch fraktionsübergreifend überzeugte Gegner eines Neubaus - leidenschaftlich für einen Neubau plädiert.

Die Friedhofskirche, die der Kirchenstiftung gehört, wird demnächst trockengelegt. Dazu wird auf einer Breite von etwa einem Meter um das Gebäude aufgebaggert und es werden entsprechende Drainagen verlegt. Diese Maßnahmen finden auf dem Grund der Kommune statt, entsprechend erfolgt die Wiederherstellung dieser Flächen auf Kosten der Pfarrei.

Gelände neu gestalten

Nickl erläuterte, dass die Kommune diese Arbeiten nutzen könnte, um das betreffende Gelände - den erhöhten Bürgersteig außerhalb des Friedhofs, die Treppenanlage, den kleinen Vorplatz und den Weg im Inneren - neu zu gestalten. Der Ausschuss war der Meinung, diese Neugestaltung unter entsprechender Kostenbeteiligung der Pfarrei erst anzugehen, wenn alle Maßnahmen an dem Gebäude abgeschlossen sind. Der Bürgermeister soll hier eine Absprache mit der Kirchenverwaltung suchen. Mit Blick auf die Trockenlegung der Aussegnungshalle, die der Kommune gehört, soll nochmals untersucht werden, ob eventuell auf eine Trockenlegung der Eingangsseite verzichtet werden kann.

Auch mit wenig Aufwand

Das Plädoyer des Bürgermeisters für eine neue Aussegnungshalle fiel nicht bei allen auf fruchtbaren Boden. Besonders Christian Baumann (FW) und Franz Schwemmer (SPD) wollten seiner Argumentation nicht folgen. Mit geringem Aufwand sei auch am jetzigen Standort eine Verbesserung zu erreichen. "Alles, was wir dort machen, ist nur ein fauler Kompromiss", entgegnete Nickl, der die Kritiker damit allerdings nicht überzeugte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.