Vorschlag: Schmiedwolfhaus als Stadtarchiv nutzen - HAK-Singkreis ein Selbstläufer
Sanierungskosten erst noch klären

Lokales
Kemnath
22.04.2013
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Bei der Hauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) ging Bürgermeister Werner Nickl auf einen Vorschlag von Susanne Vonhoff und Ehrenbürger Max Ponnath an die Stadt ein. Sie hatten angeregt, das Schmiedwolfhaus am Cammerloherplatz zu erwerben und zum neuen Domizil des Stadtarchivs umzubauen.

Man werde hierüber eingehend beraten und insbesondere sorgfältig prüfen, welche Sanierungs- und Umbaukosten auf die Kommune zukämen, erklärte dazu der Rathauschef.

"Wir versuchen Geschichte zu leben." Das heimliche Motto des HAK hat sich insbesondere die Stadtwache zu eigen gemacht. Der Sprecher der "mittelalterlichen" Garde, Volkmar Legath, erinnert dabei an das zweite historische Feldlager im Juni. Außer Abordnungen mehrerer "Fähnlein" hätten "Händler, Gaukler und Fahrensleute" für Kurzweil am Eisweiher gesorgt. Im Gegenzug habe die Stadtwache Farbtupfer bei diversen Festen gesetzt, so auch beim Nordgautag in Lappersdorf. Stolz sei man auf das repräsentative Quartier in den Turmstuben, wo Szenen des Mittelalterfilms "Böhmensturm" gedreht worden seien: "Diese Drehortwahl beweist, dass der Umbau der Räume rundherum gelungen ist."

Als "Selbstläufer" und "soziales Angebot" für Menschen, die aus der Einsamkeit ausbrechen wollen, lobte HAK-Vorsitzender Hans Rösch das monatliche Wirtshaussingen. Dessen Initiatorin und Leiterin Monika Fink berichtete von 1453 Teilnehmern im Vorjahr. Bedauerlich sei, dass das Regionalfernsehen OTV die Kemnather Volksmusiktreffs noch nicht entdeckt habe: "Auch das Museum wäre doch einen Bericht wert."
Zufrieden blickte auch Hans Bäte auf 2012 zurück, der sich über viele junge Besucher seines "Steinzeittags" im Museum und seiner "steinzeitlichen" Flurbegehungen freuen durfte. Auch er begrüßte den herzlichen Kontakt zum "Stammtisch Archäologie" aus Neustadt am Kulm. Vom zügigen Fortgang der Umgestaltung des Geologischen Lehrpfads, die heuer abgeschlossen werden soll, und von der kontinuierlichen Fortbildung der vielgefragten Gästeführer berichtete Vereinsvorsitzender Hans Rösch.

Wertvolle Hintergrundarbeit

Sein Dank galt ferner der Werkgruppe um Alois Vetter, die unverzichtbare "Hintergrundarbeit" leiste, sowie Anna Feibert und Gerhard Gresik für die Pflege des HAK-Schaufensters im Kirchturmdurchgang. Dieses werde um einen Monitor ergänzt, der Bilder aus dem Vereinsleben zeige. Als Schriftleiter des "Kemnather Heimatboten" bat Robert Schön die Verfasser, ihre Beiträge frühzeitig zu übersenden, damit auch die redaktionelle und gestalterische Arbeit gleichmäßiger übers Jahr verteilt werden könne. Neue Mitarbeiter seien stets willkommen. Schön dankte dem "Vereinsarchivar" Werner Dollhopf für seine alljährlich im Jahrbuch erscheinenden Chroniken des regionalen Geschehens. (Hintergrund)
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