17.11.2017 - 14:56 Uhr
KemnathOberpfalz

Bauausschuss Kemnath macht sich Gedanken über künftige Nutzung der Waldecker Grundschule Obergeschoss vorerst außen vor

Ein besonderes "Flair" attestiert der Bauausschuss der Waldecker Grundschule. Doch was soll mit dem nun leerstehenden Gebäude geschehen? Der Waldecker Carnevalsverein (WCV) hat bereits Platzbedarf angemeldet.

Im alten Werkraum im Keller der Waldecker Grundschule erläuterte Bürgermeister Werner Nickl (vorne) den Mitgliedern des Bauausschusses einige Lösungsvorschläge. Bild: mde
von Michael DenzProfil

Waldeck. Dieser benötigt neben einer Unterstellmöglichkeit für die Ausrüstung Räumlichkeiten zur Vorbereitung auf die fünfte Jahreszeit. "Derzeit nutzen der Faschingsverein sowie auch der Waldecker Sportverein den Turnraum in Kellergeschoss des Gebäudes", erörterte Bürgermeister Werner Nickl dem Gremium am Donnerstag vor Ort.

Die Heizölheizung sei älteren Baujahres, jedoch in noch gutem Zustand. Der unterirdisch liegende Tank sei erst kontrolliert worden und habe das Prüfsiegel erhalten. "In den letzten Jahren wurden Fenster und Türen rundum erneuert sowie die sanitären Anlagen der Kinder komplett saniert", informierte Roland Sächerl von der Stadtverwaltung. Der Zustand des Daches sei jedoch noch genauer zu untersuchen. "Wenn man das Gebäude zur Nutzung durch die Vereine zur Verfügung stellt, dann kämen nur das Unter- und Erdgeschoss in Frage", hob das Stadtoberhaupt hervor. Das Obergeschoss dürfe aus jetziger Sicht nur als Lagerraum dienen, weil der "zweite Rettungsweg" fehle.

Etliche Ausschussmitglieder waren der Meinung, dass bei einer Nutzung nur durch Vereine die Gesamtsituation und die Frage, wie das Gebäude in vollem Umfang genutzt werden könnte, auf die lange Bank geschoben werde. "Ein Verkauf steht aber derzeit sicherlich nicht zur Wahl", betonte Nickl. Einig waren sich alle, den Zustand des Daches und der Isolierung prüfen zu lassen. Geklärt werden soll, ob eine Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg aus dem Obergeschoss dringend notwendig ist. Der Bürgermeister versicherte, mit den Verantwortlichen der Vereine etwaige Möglichkeiten sowie den Umfang und die Art der genaueren Nutzung zu besprechen.

Zusätzlich stellte sich die Frage, wer für den Unterhalt und die anfallenden Kosten aufkommen wird, denn die Heizkosten seien aufgrund der Gebäudegröße nicht gerade gering. Ebenso seien zwar die sanitären Bereiche der Kinder umfangreich saniert worden, jedoch nicht die Erwachsenentoiletten. Zudem müssten, je nach Art der Nutzung, Raumabtrennungen oder Wanddurchbrüche geschaffen werden. Außerdem ist das in den Fluren und einzelnen Räumen fest integrierte Mobiliar nicht zeitgemäß und marode. "Der Großteil der Räumlichkeiten und Bodenbeläge ist in einem annehmbar guten Zustand", stellte das Gremium zudem fest.

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