10.08.2017 - 17:44 Uhr
KemnathOberpfalz

Besserung der Verkehrslage in Sicht - Viele Baustellen auf Hauptverkehrsstaßen Auf einem guten Weg

Der Verkehr soll wieder besser fließen über die Straßen des Kemnather Landes. 15 Fachleute befassten sich am Mittwoch mit den Baustellen an Staatsstraße 2665 und B 22. Anschließend stellten sie Maßnahmen vor, die helfen sollen und zeigten auf, dass eine Ende der Bauzeit in Sicht ist.

Die B22 zwischen Schönreuth und Kemnath ist bereits seit Monaten gesperrt und wird es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Nun kommt für gut zwei Wochen die Sperre auf der B470 hinzu.
von Michael DenzProfil

In einem Pressegespräch stellten Stadt, Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach und Polizei die Ergebnisse ihrer Besprechung zur Verkehrslage vor und gaben auch einer Erklärung für das zeitweise Chaos. Der Neubau der "Kuchenreuther Bachbrücke" an der B 22 zwischen Kemnath und Schönreuth habe dort die Sperrung nötig gemacht - ursprünglich für Lkw. Die Vorbeileitung über den Radweg war nur für Autos gedacht. Weil manch Brummifahrer die Beschilderung nicht beachteten, fuhren sie sich dort fest und sorgten für Staus. Wendende Lkw gefährdeten die Verkehrssicherheit, deshalb entschieden sich die Verantwortlichen nach einigen chaotischen Stunden für die Vollsperrung (wir berichteten).

Ursprünglich war an der Stelle eine Behelfsbrücke für den Begegnungsverkehr geplant. Naturschutzbelange verhinderten den Bau, weil das Öko-System und die nahen Weiher gefährdet waren. Zur Entlastung von Schönreuth und der Nachbarorte soll der Schwerlastverkehr schon bei Erbendorf auf die B 299 abfahren. Ein Schild fordert Lkw-Fahrer auf, über Pressath und die Staatsstraße 2665 nach und durch Kemnath zu fahren.

Besserung ist auch andernorts in Sicht. Die Vollsperrung wegen der Sanierung der Brücke auf der Staatsstraße 2665 über der B 22 auf Höhe des Aldi-Marktes wird voraussichtlich ab Montag, 28. August, zumindest halbseitig und wenig später ganz aufgehoben. "Rund" geht es dann bald auf der "Höflaser Kreuzung". Derzeit nutzen die Fahrzeuge Richtung Kastl einen "Teilkreisverkehr". Dieser muss voraussichtlich ab Montag, 18. September für mehrere Tage ganz gesperrt werden. Ab der letzten Septemberwoche soll der neue Kreisverkehr dann fertig und befahrbar sein. "Ist diese Hauptverkehrsachse wieder frei, wird es zu einer deutlichen Besserung kommen", sind sich die Verantwortlichen einig.

Die nächsten Arbeiten warten aber schon: Die Sanierung zweier Brücken an der Staatsstraße 2665 zwischen Bayreuther und der Einmündung Wunsiedler Straße stehen an. Unter den Brücken führt der "Läuferweg" und die Verbindungsstraße Kemnath - Berndorf. Sanierungsbedürftig ist zudem die Brücke an der Armesbergstraße über die B 22 im Kemnather Süden. Nach jetziger Planung wird eine Ampelanlage den Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbei leiten. Eine Vollsperrung ist nicht geplant. Die Baustellen werden in einigen Wochen begonnen.

Alle Beteiligten bedauerten die Behinderungen durch die aktuell drei Baustellen (wir berichteten). "Wegen der vielen Sperren und Umleitungen, dauerte es, bis sich der Verkehrsfluss einpendelt", betonte Bernhard Gleißner, der Leiter der Polizeiinspektion. "Der Zustand der Brücken und die vielen Unfälle an der Höflaser Kreuzung machten die Maßnahmen nötig. Umgesetzt wird jetzt alles nun auf einen Schlag", erklärt Ingenieur Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt. "Die Hinweise von Anwohnern und Autofahrer nehmen wir auf und justieren nach". Umleitungsstrecken und Absperrungen seien bereits geändert, Geschwindigkeitsbeschränkungen errichtet, die Ausschilderung verbessert. "Wir tun alles, um für Entspannung zu sorgen." Einige Ortsteile seien durch den Umleitungsverkehr zu Beginn der Arbeiten stark belastet gewesen. "Die Autofahrer suchen sich nach und nach eigene Wege. Das entlaste die Umleitungen. Bernhard Gleißner nennt das einen "Lernprozess bei den Fahrzeuglenkern". Die Polizei haben den Verkehr auf der Umleitung der B 22 im Blick. Binnen einer Stunde zählten die Polizisten rund 80 Pkw und 20 Lkw auf der Kreisstraße 28 durch Schönreuth, Neusteinreuth, Altensteinreuth und Zinst.

Am Montag zählten Beamte zudem, wie viele von der Umleitung abwichen und über Eisersdorf fuhren. "Es geht um Stichproben, die eine Tendenz aufzeigen", betont Gleißner. Der Erste Polizeihauptkommissar appelliert an die Autofahrer, Geschwindigkeitsvorgaben einzuhalten. In Neusteinreuth und Altensteinreuth gilt derzeit Tempo 30. "Es geht um die Sicherheit der Anwohner. Die Polizei wird dies überwachen."

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.