Brücke auf der Staatsstraße 2665 über die B 22 seit gut einer Woche fertig saniert
Schlimmste (fast) überstanden

Entweder die Brücke der Staatsstraße 2665 über die Berndorfer Straße (Bild) oder über den Läuferweg wird als nächstes saniert. Es könnte aber auch in den nächsten zwei Wochen mit der Brücke in der Anzensteinstraße über die B 22 begonnen werden. Die Reihenfolge steht noch nicht fest, dafür aber, dass die Arbeiten möglichst ohne Verkehrsbeeinträchtigungen vonstatten gehen sollen. Bilder: stg (2)
Politik
Kemnath
10.09.2017
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Noch im September soll der Kreisverkehr an der "Hegele-Kreuzung" fertig werden. Die Behörden versprechen sich davon eine weitere Entspannung der Verkehrssituation rund um Kemnath. Bild: stg

Die Brücke auf der Staatsstraße 2665 über die B 22 ist seit gut einer Woche fertig saniert. Bald beenden die Arbeiter den neuen Kreisverkehr an der "Hegele-Kreuzung". Allmählich entspannt sich die Verkehrssituation rund um Kemnath. Das soll auch so bleiben, wenn die nächsten Baustellen kommen.

Voraussichtlich Ende September kann das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach ebenfalls einen Haken hinter dem Kreisverkehr der St 2665 bei der Firma Hegele setzen. Wegen der Maßnahme läuft dort der Verkehr nur einspurig von Kemnath in Richtung Kastl. Für ein paar Tage ist es damit dann vorbei. Ab 18. September muss der Abschnitt komplett gesperrt werden, um die Arbeiten abschließen zu können.

Wesentlich länger braucht die Baufirma noch für den Ersatzbau der sogenannten Herzogs- oder Kuchenreuther Bachbrücke auf der B 22 zwischen Schönreuth und Kemnath. Die dafür nötige Vollsperrung wird laut Hannes Neudam noch bis Jahresende andauern. Das mit Naturstein verkleidete Bauwerk muss weichen, "weil das Ende der Lebenszeit erreicht" gewesen sei, erklärt der Abteilungsleiter Brückenbau.

Für die künftige Betonbrücke ("Ist am funktionalsten") werden auch die Widerlager erneuert. "Das steht dann die nächsten 70 bis 100 Jahre" und entspreche der derzeitigen Verkehrssituation. Der Bauoberrat geht hier von Kosten von rund einer halben Million Euro aus.

Bis dort die Freigabe erfolgt, muss der Verkehr von Erbendorf nach Kemnath weiterhin bei Schönreuth ab- und über Neusteinreuth, Altensteinreuth, Zinst und St 2177 umgeleitet werden. "Diese Verkehrsführung ist alternativlos", bedauert Neudam. Es werde darauf geachtet, dass es an der Herzogsbrücke zu keinem Stillstand - zumindest keinem, der länger als ein, zwei Tage dauere - kommt, versichert er. Die zunächst angedachte Lösung, den Pkw-Verkehr über den Radweg an der Baustelle vorbeizuleiten, musste nach zwei Tagen aufgegeben werden. Die Kemnather Polizei habe immer wieder Lkw einweisen müssen, die während ihres Wendemanövers den Verkehr komplett zum Stillstand gebracht hatten (wir berichteten).

Für die betroffenen Autofahrer und Anwohner heißt es somit, die Situation im Kemnather Land "irgendwie zu ertragen und durchzuhalten". Laut Polizei entspanne sich die Lage. Die Wartezeiten lägen mittlerweile in einem erträglichen Bereich. Die Verkehrsbehörden, Polizeiinspektion, Stadt Kemnath, die Landratsämter Tirschenreuth und Bayreuth sowie das Staatliche Bauamt hätten sich im Frühjahr auf ein großräumiges Konzept für die anstehenden Arbeiten verständigt, berichtet der Bauoberrat.

Der Tenor lautete: "Lieber geballt in einem durch statt immer eine Baustelle zu haben." Um die "große Nummer in Kemnath, was den Verkehr angeht", nicht weiter in die Länge zu ziehen, soll in den nächsten beiden Wochen entweder mit der Sanierung der Brücke in der Anzensteinstraße über die B 22 im Süden Kemnaths oder der Staatsstraßen-Brücken über den Läuferweg sowie die Berndorfer Straße begonnen werden.

Die Reihenfolge steht laut Neudam noch nicht fest, jedoch wird zwischen den beiden letztgenannten Maßnahmen "ein gewisser zeitlicher Abstand gelassen, um die Lage zu entspannen". Bei allen dreien stehen "nur" Sanierungsarbeiten an. So sollen unter anderem die Kappen und die Entwässerung angepasst sowie der Beton ausgebessert werden.

Vollsperrungen sind bei keiner dieser Baustellen vorgesehen. Es könnten aber zeitweise "Einengungen nötig werden", die mit der Verkehrsbehörde abgestimmt werden, meint der Abteilungsleiter. "Zusätzliche Beeinträchtigungen werden auf ein Mindestmaß beschränkt."
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