15.11.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Bürgermneister Werner Nickl klagt in Bürgerversammlung über fehlende Baugrundstückstücke Bauplätze bitte verkaufen

Gäbe es einen Wettbewerb um die meisten Besucher, dann würden diesmal die Bürgerversammlungen in Kemnath und Kötzersdorf vorne liegen. Dennoch ist die Resonanz beim Termin in Waldeck gewohnt gut. Dort interessiert die Teilnehmer vor allem die Zukunft des Schulhauses im Ort.

von Hans LukasProfil

Waldeck. Wegen der weiteren Nutzung des Gebäudes werde die Stadt mit den Vereinen sprechen, erklärte dazu Bürgermeister Werner Nickl. Im Winterhalbjahr 2017/18 werde auf jeden Fall die Heizung weiter laufen, so dass die bisherigen Kurse und Trainingsmöglichkeiten wie gehabt stattfinden können.

Zur Bausituation in Waldeck führte er aus, dass zwar noch freie Plätze vorhanden seien, Bauwillige aber von den Besitzern in der Regel Absagen in Kauf nehmen müssten. Die am Schlossberg in der Nähe des Friedhofs geschaffenen drei Parzellen seien schnell verkauft worden. Der Bauboom ziehe immer wieder die Ausweisung neuer Baugebiete nach sich. Allerdings befänden sich im Bereich Waldeck noch an die 30 Parzellen in Privatbesitz. Daher sei derzeit keine Bebauung möglich. Nickl appellierte an alle Bauplatzeigentümer, sich einen Verkauf zu überlegen, damit vor allem jüngere Familien ihre Pläne verwirklichen könnten. Das Landratsamt werde kein weiteres Baugebiet zulassen, solange der derzeitige Zustand besteht.

Ein Bürger regte an, die Bebauung in Waldeck der in Kemnath anzupassen. Dort könne doch eigentlich jeder so bauen, wie er wolle. Als Beispiel nannte der Redner das neue Gebiet an der Eisersdorfer Straße. Nickl sagte dazu, dass dort der Bebauungsplan anderes ausgelegt sei und man sich in Waldeck an den bestehenden halten müsse.

Eine Nachfrage galt der Burgruine, die nur zu besonderen Anlässen beleuchtet sei. Etwas anderes sei nicht möglich, weil der Naturschutz Einspruch erheben würde. Eventuelle Auflagen könnten nicht erfüllt werden. Das bestätigte Georg Wagner, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins. Die vier Beleuchtungsgeräte dürften nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden. Der geforderten Restaurierung des Glockenturms in Beringersreuth sagte der Rathauschef die Unterstützung der Stadt zu. Diese würde auch das notwendige Holz bereitstellen. Dankesworte an die Stadt gab es vom HuK für die Unterstützung bei den Restaurierungsarbeiten auf dem Schlossberg und vom Sportverein für die Benutzung von Schulsportanlage und Schule in Waldeck

In dem von zweitem Bürgermeister Hermann Schraml geleiteten Fragenteil wollte ein Bürger wissen, ob und wo die Wasserwerte einsehbar sind. Weiter erinnerte er an den Breitbandausbau in etwas abgelegenen Gebieten. Hier teilte Nickl mit, dass eine neue Förderung in Aussicht gestellt worden sei. Er hoffe, dann alle Bereich bedienen zu können.

Eine größere Sache war der neue Fahrplan für die Schulbusse. Bisher, solange noch Unterricht in der Schule war, hielt der Bus auf dem Schulhof. Nun sind Haltestellen im Oberen Markt und im Unteren Markt eingerichtet worden. Wegen eines Buswartehäuschens in der Nähe der Kirche fand bereits mit den Eltern und der Stadt ein Ortstermin statt. Bei möglichen Standorten gab es allerdings Beschwerden von den Anliegern. Einem Vorschlag, die Haltestelle wie bisher bei der Schule zu belassen, erteilte der Bürgermeister eine Absage, da es dann Probleme beim Wenden der Busse gebe. Die Stadt werde mit den Eltern weiter eine Möglichkeit suchen, da dies gerade in den Wintermonaten ein Problem ist.

Breitband 2018 weiter ausbauen

Zu den Zahlen und Daten der Stadt merkte Bürgermeister Werner Nickl an, dass Kemnath den größten Zugang im Landkreis zu verzeichnen hat. An Investitionen im Jahr 2017 im Bereich Kemnath-Ost nannte er den Neubau der Zufahrt nach Bingarten von der Kreisstraße aus, Fertigstellung und Erneuerung der Unterstellhalle auf dem Schlossberg und Schaffung eines essbaren Wildpflanzenparks (EWILPA) rund um Waldeck. Der Heimat- und Kulturverein investiere viel Arbeit in den Schlossberg, was von der Stadt nach Möglichkeit gefördert werde. Nickl nannte auch den Faschingszug des WCV, der immer Tausende von Besuchern anziehe.

Für 2018 seien die Sanierung der zwei Keller auf dem Schlossberg und der weitere Breitbandausbau im östlichen Bereich der Stadt fest eingeplant. Der Bürgermeister regte auch das Aufstellen von Mitfahrbänken an, die sich in Kemnath bereits bewährt haben. Da die Erweiterungsmöglichkeiten des Kindergartens in Kemnath sehr beschränkt seien, könnte eine Vergrößerung der Waldecker Vorschuleinrichtung ins Auge gefasst werden.

Abschließend galt Nickls Dank den Stadträten sowie den Mitarbeitern in der Verwaltung und bei allen Zweigbetrieben der Stadt. In erster Linie sprach er allen Ehrenamtlichen in Vereinen und öffentlichen Einrichtungen Anerkennung aus, ohne die das gesellschaftliche Leben und der soziale Zusammenhalt nicht in diesem Ausmaß möglich seien. (hl)

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