17.02.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Bürgerversammlung für Senioren Betreutes Wohnen ausbauen

Im Vergleich zu anderen Städten im Landkreis Tirschenreuth schneidet die Stadt Kemnath bei den Einwohnerzahlen sehr gut ab, meint Bürgermeister Werner Nickl. Er hatte zu einer Bürgerversammlung für Senioren eingeladen. Die verfolgten mit großem Interesse die Ausführungen.

Viel Zeit nahm sich Bürgermeister Werner Nickl (stehend) im Kormannsaal für die Information an die Senioren. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) "Insgesamt 50 Wohnungsanmeldungen mehr als Abmeldungen ergeben zusammen mit den Geburten und Sterbefällen eine deutliche Steigerung der Einwohnerzahl auf derzeit 5400", berichtete Nickl im Kormannsaal. Die Arbeitsplatzsituation sei nach wie vor ausgezeichnet: "3300 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es bei uns." Täglich pendelten über 2500 Berufstätige nach Kemnath ein, 1400 Einwohner seien auswärts beschäftigt. Die Arbeitslosenzahl liege mit 122 Personen auf einem absoluten Tiefstand.

Zwischen 1. November 2015 und 31. Oktober 2106 verzeichnete das Standesamt 46 Geburten, 73 Sterbefälle und 33 Hochzeiten. Sehr zufrieden zeigte sich der Rathauschef auch mit der Situation bei der Kinderbetreuung. So zählten die Kinderkrippe 43 Mädchen und Buben (3 Gruppen), der Kindergarten 98 (4 Gruppen), der Waldkindergarten 22 und der Hort 39 Kinder (2 Gruppen). Diese werden von 25 Fachkräften betreut.

Bei den geplanten Investitionen für 2017 erwähnte Nickl die Umstellung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung in der Kläranlage (Kosten 3,2 Millionen Euro) und den Kreisverkehr bei der Hegele-Kreuzung, den die Stadt Kemnath statt einer Ampelanlage durchgesetzt hat. Die Neugestaltung des Friedhofes wird abgeschlossen. Bei der Altstadtsanierung soll im Bereich des ehemaligen Dietl-Anwesens ein innerstädtischer Grüngürtel geschaffen werden. Die Generalsanierung des Rathauses wird voraussichtlich zwei Jahre dauern und 5,2 Millionen Euro kosten. Dafür gibt es laut Nickl 1,5 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm.

Geplant sei der Bau von Wohnanlagen (Betreutes Wohnen) mit Tagespflege durch die Firma SeniVita an der Straße "Hinter dem Kloster" und den BRK-Kreisverband in der Bürgermeister-Högl-Straße. Die Stadt unterstütze diese Vorhaben, da für betreutes Wohnen und vor allem Kurzzeit- und Tagespflege in hohem Maße Bedarf bestehe. "Die derzeitige Betreuungssituation in unserer Stadt ist unbefriedigend", bedauerte der Redner. Sehr stolz ist er auf das Familienförderungsprogramm, das seiner Meinung nach viele auswärtige Bauherren anlockt. "Dazu gehören das Begrüßungsgeld für Neugeborene, Müllsäcke, Baukindergeld und die Baugrundstückskaufpreisermäßigung", erklärte er. Im Frühjahr starte die Aktion "Mitfahrerbank".

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