09.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Ehemalige Bauschuttdeponie Höflas wird zur Freiflächen-Photovoltaikanlage Im Sommer schon Energie produzieren

Auf der ehemaligen Bauschuttdeponie Höflas soll künftig Energie erzeugt werden: Die Neue Energien West (NEW) will dort eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten.

von Holger Stiegler (STG)Profil

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung beschlossen, hierfür einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für ein Sondergebiet "Solarpark Höflas" aufzustellen und auch den Flächennutzungsplan zu ändern. Bürgermeister Werner Nickl erinnerte daran, dass es bereits seit 2010 diesbezügliche Überlegungen der Stadt Kemnath beziehungsweise der NEW gebe. "Zwischenzeitlich wurde die Rekultivierung der ehemaligen Bauschuttdeponie abgeschlossen." Bereits im September 2016 sei ein Aufstellungsbeschluss gefasst worden, die weiteren Planungen waren allerdings durch die NEW aus verschiedenen Gründen verworfen worden. Ihr Plan sei es nun, das gesamte Areal zu pachten und darauf eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Größe von 4000 Kilowattpeak zu errichten. Nach dem derzeit geplanten Projektablauf werde eine Inbetriebnahme im Juli 2018 angestrebt, teilte der Rathauschef mit.

Michael Hautmann (CLU) erinnerte daran, dass auf der Fläche immer das Johannisfeuer der Feuerwehr Höflas abgebrannt werde. Er appellierte, dass nun eine Ausweichfläche gesucht und auch gefunden werde. Nickl betonte, dass dies sicherlich erfolgreich gemacht werde. Christian Baumann (FW) sprach das Thema einer Ausgleichsfläche an, die als Konsequenz aus der geplanten Baumaßnahme nötig werde. Es sei nicht ersichtlich, ob dafür nun die Stadt oder die NEW zuständig sei. Bürgermeister Nickl führte aus, dass hierfür die NEW in der Pflicht sei. Er versprach aber, dass das Thema nochmals konkret geklärt werde.

Begonnen hatte die Sitzung des Stadtrates mit einem Gedenken an den kürzlich verstorbenen Ehrenmedaillenträger Werner Klante. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass sich Klante in vielfacher und selbstloser Weise um die Stadt Kemnath verdient gemacht habe - als Initiator und Gründer des Stadtverbandes Kemnath und des KEM-Verbandes, jahrzehntelanger 1. Vorsitzender beider Verbände sowie als zuständiger Mitarbeiter für den Bereich Fremdenverkehr und Stadtmarketing bei der Stadt Kemnath. Dies habe der Stadtrat mit der Verleihung der Ehrenmedaille im Jahr 1999 gewürdigt.

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