Freie Wähler feieren 40-jähriges Bestehen
"Freie": Zum Jubiläum Platin

Hermann Schraml (links) und Ely Eibisch (hinten rechts) gratulierten Josef Ponnath, Johannes Meister, Dieter Kill, Hermann Schraml (Godas), Christian Baumann, Wolfgang Veigl, Josef Stauffer und Martin Prechtl (von links) für 40-jährige Treue. Bilder: kaz (2)
Politik
Kemnath
13.09.2017
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Mit Ehrungen, einer ausführlichen Rückschau und dem Ausblick auf das Kommende feiern die Freien Wähler Kemnath 40-jähriges Bestehen. Zu verdanken haben sie dies den Waldeckern.

Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml hieß zum Ehrenabend der Freien Wähler Kemnath eine große Zahl von Mitgliedern und Ehrengästen ins Foyer der Mehrzweckhalle willkommen, darunter Abordnungen aus Erbendorf und Kastl, Landrat Wolfgang Lippert sowie den Direktkandidaten für die Bundestagswahl, Karl Meier.

Nach dem Gedenken an verstorbene Mitglieder gab Schraml eine kurze Bestandsaufnahme. Derzeit stellten die "Freien" sechs Stadträte, einen Ortssprecher, den zweiten Bürgermeister, zwei Kreisräte und den Landrat. Das sei eine positive Entwicklung, die fortgesetzt werden soll. Ziel sei es, bei der nächsten Kommunalwahl mehr Sitze als die bisherigen sechs zu gewinnen und einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen.

Für einen Rückblick auf 40 Jahre stellte sich Gründungsmitglied Christian Baumann zur Verfügung. Freie Wähler habe es schon immer gegeben. Als Parteilose stellten sie sich auf kommunaler Ebene zur Wahl. Nach der Gebietsreform von 1972 hätten die Waldecker um ihr Mitspracherecht im neuen Stadtrat gefürchtet, berichtete der Redner. Sie stellten daher zur Stadtratswahl 1977 eine eigene Freie-Wähler-Liste. Durch die Gebietsreform sei es möglich gewesen, 40 Personen aufzustellen. Die Kandidatensuche habe im Kemnather Land viel Hektik und Unruhe ausgelöst. Dies ging laut Baumann sogar soweit, dass Kandidaturzusagen wegen möglicher Geschäftseinbußen zurückgenommen wurden. Von 40 Bewerbern seien damals 15 aus Kemnath und 25 aus dem Umland gewesen. Am Ende seien drei Mandate gewonnen worden.

Mit der Kommunalwahl 1984 konnte jede Partei nur noch 20 Kandidaten pro Liste aufstellen. Daraus entstanden die bis heute existierende "Land-Liste" (Freie Wähler Gemeinschaft Kemnather Land) und die "Stadtliste" (Freie Wähler Kemnath). Baumann zeigt aus seinem Fundus die ersten Wahlprospekte und sorgte mit den "Jugendfotos" der Kandidaten für große Heiterkeit. Zur Wahl 2008 gewannen die Freien Wähler acht Mandate im Stadtrat, 2014 schaffte man nach 36 Jahren erstmals den Bruch der "Mehrheitspartei". Zudem stelle man den zweiten Bürgermeister, betonte Baumann.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrten Hermann Schraml, Karl Meier, Gisela Müller und Ely Eibisch die Gründungsmitglieder Josef Ponnath, Johannes Meister, Dieter Kill, Hermann Schraml (Godas), Christian Baumann, Wolfgang Veigl, Josef Stauffer und Martin Prechtl mit Ehrenurkunden sowie Platinanstecknadeln. Für ein Vierteljahrhundert Treue erhielten Hans Liedtke, Karl Ott, Max Lehner, Karl Reger, Veronika Krauß, Rainer Sollfrank, Gerhard Daubenmerkl und Wolfgang Lippert jeweils eine Urkunde und eine Nadel in Gold.

Kreisvorsitzende Gisela Kastner und Bundestagsdirektkandidat Karl Meier gratulierten den Jubilaren und wünschten für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und Engagement. Musikalisch gestalteten die KEMs den Abend.
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