13.10.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Gemeinderat akzeptiert Vorschlag des Staatlichen Bauamtes Ausweichstelle ein großer Schmarrn!

Kastl. Der Gemeinderat räumt die geforderte Linksabbiegespur bei Senkendorf endgültig vom Tisch. Diese lasse sich wegen des Brückenbauwerks von Pressath kommend kurz vor dem Einmündungsbereich nicht realisieren. Andere Vorschläge des Staatlichen Bauamtes akzeptierten sie. Auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Etterer fand das Angebot des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, auf der Gemeindeverbindungsstraße von der "Schneider-Kreuzung" nach Unterbruck eine Ausweichstelle zu errichten, in der Oktobersitzung des Gemeinderates die Zustimmung.

Die Linksabbiegespur bei Senkendorf auf der Staatsstraße 2665 ist endgültig vom Tisch. Wegen des bestehenden Brückenbauwerkes von Pressath kommend kurz vor dem Einmündungsbereich sind bauliche Maßnahmen nicht möglich. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Jedoch hält das Gremium an seiner Forderung nach einer Linksabbiegespur auf der Staatsstraße 2665 an der Einmündung aus Richtung Pressath nach Unterbruck fest. Das Gemeindeoberhaupt informierte das Gremium von einer Besprechung mit Behörden-Vertretern, des Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und der Polizeiinspektion Kemnath. Baudirektor, Diplom-Ingenieur Gerhard Kederer von der Straßenbaubehörde, gab zu verstehen, dass es im Einmündungsbereich weder bauliche Maßnahmen noch ein Überholverbot geben werde. Auch die Kemnather Polizeiinspektion sprach sich ebenfalls für ein Überholverbot aus. Kederer schlug vor, zu Lasten des Bauamtes auf der Gemeindeverbindungsstraße ab der "Schneider-Kreuzung" nach Unterbruck eine Ausweichstelle zu errichten.

Dies sei nicht die Meinung der Unterbrucker. Altbürgermeister Bruno Haberkorn (CSU) monierte die Bevormundung der Bürger und bezeichnete die Ausweichstelle als "großen Schmarrn". Für Gemeinderat Hans Walter (CSU) ist die Staatsstraße das Problem. Die Errichtung einer Ausweichstelle sei nicht zielführend und forderte im Einmündungsbereich ein Überholverbot und eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Dies sei mehrmals gefordert, jedoch immer abgelehnt worden, meint Etterer. Gemeinderat Dr. Gerhard Dobmeier (FW) ließ keinen Zweifel daran, "mit einer Linksabbiegespur wäre der tödliche Unfall vor gut einem Jahr zu vermeiden gewesen". In der Diskussion kam auch ein Vollausbau der Gemeindeverbindungsstraße zur Sprache. Ebenso eine Verbreiterung der "Schneider-Kreuzung". Die Kosten für einen Vollausbau blieben bei der Gemeinde hängen, erklärte der Bürgermeister. Das Staatliche Bauamt könne auf gemeindlichen Grund keine Investition tätigen. Er unterstrich, dass das Angebot für die Ausweichstelle derzeit das Optimum sei. Diese Alternativlösung und fand im Gremium Zustimmung. Gleichzeitig votierte der Gemeinderat, weiterhin an seine bisherigen Forderungen festzuhalten.

Endgültig vom Tisch ist nunmehr die geforderte Linksabbiegespur von Pressath kommend bei Senkendorf. Laut Etterer seien bauliche Maßnahmen im Einmündungsbereich wegen des bestehenden Brückenbauwerkes kurz vor der Einmündung nach Senkendorf aus Richtung Pressath nicht möglich. Dennoch werde die Kommune an ihrer Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer festhalten.

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