Neujahrsempfang der Stadt Kemnath
„2017 kann besser werden als sein Vorgänger“

Bürgermeister Werner Nickl blickte beim Neujahrsempfang der Stadt Kemnath vor vielen Gästen im Foyer der Mehrzweckhalle Kemnath verhalten optimistisch in die Zukunft. Bild: stg
Politik
Kemnath
09.01.2017
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2016 war weltpolitisch ein problematisches Jahr. Nicht nur Pessimisten befürchten, dass es 2017 noch schlimmer wird. Trotzdem herrscht auf kommunaler Ebene ein gewisser Optimismus vor.

( stg) Bürgermeister Werner Nickl rief beim Neujahrsempfang zu "frischem Optimismus" auf. "Das alte Jahr erschreckte, frustrierte und sorgte für Trauer", stellte Nickl fest. Es werde als das Jahr der furchtbaren Anschläge in Erinnerung bleiben.

"Der Terror ist nicht mehr abstrakt, er ist bei uns angekommen." Schlaglichtartig beleuchtete der Rathauschef den U-Bahn-Anschlag in Brüssel, den Lkw-Terroranschlag in Nizza, die Axt-Attacke in einem Zug bei Würzburg, den Anschlag in Ansbach, den Anschlag im Olympia-Einkaufszentrum in München und den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. Nickl nannte weiter das Drama um Aleppo, die Erdbeben in Italien und die Säuberungswelle in der Türkei - "allesamt Ereignisse, die nicht optimistisch stimmen".

Der Jahreswechsel biete die Möglichkeit, kurz innezuhalten, über die Dinge, die man selbst beeinflussen kann, nachzudenken und das eigene Handeln anzupassen. "Und so kann 2017 doch besser werden als sein Vorgänger", sagte der Bürgermeister. In Kemnath konnten 2016 viele entscheidende Weichen gestellt werden, es seien überwiegend positive Dinge gewesen, die das Leben in der Stadt und den Ortsteilen bestimmt haben. Nickl nannte die steigenden Bevölkerungszahlen auf über 5400 Einwohner, die stabile Arbeitsplatzsituation mit über 3300 Stellen, eine hohe Auslastung der städtischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und eine stabile Haushaltssituation - allesamt Belege für eine gute Ausgangslage für die Zukunft.

Der Wirtschaftsstandort Kemnath boome, der Schulstandort festige sich immer mehr und auch der Gesundheitsstandort entwickle sich weiter. Kemnath beweise sich auch stets als "familienfreundliche und integrative Stadt". Nickl erwähnte in diesem Zusammenhang auch die hervorragende ehrenamtliche Arbeit im Bereich der Integration von Flüchtlingen. Dass Kemnath innovativ sei, könne man an zahlreichen Beispielen feststellen - im vergangenen Jahr sehr deutlich daran, dass auf dem Gelände der Firma Siemens ein "Innovativer Lernort" der OTH eingerichtet wurde und dass die Kemnath die erste und einzige "Fairtrade-Stadt" in der nördlichen Oberpfalz ist.

Als einen "Festtag" im laufenden Jahr charakterisierte Nickl den Zeitpunkt, wenn die Dienststelle des Zentrums Bayern, Familie und Soziales in das ehemalige Amtsgerichtsgebäude einzieht. Erfreulich sei auch die Entwicklung im Bereich des Wohn- und Betreuungsangebots für ältere Mitbürger durch die Pläne des BRK und SeniVita. Nickl bilanzierte: "Ich muss zugeben, dass nicht alles schon gelungen ist und manches nochmals in die Warteschleife muss." Dazu gehören die Nutzung des Brauhaus-Areals, die Fertigstellung des Dietl-Anwesens, die bisher zögerliche Fortschreibung des SEEK und einige Projekte mehr. Sorgen würde auch noch die Gleichstromtrasse bereiten.

2017 beherbergt Kemnath das Wiesenfest, das Oldtimertreffen, das Candlelight-Shopping auch erstmals den Nofi-Lauf im Mai, für den schon über 4000 Anmeldungen vorliegen, sowie eine Gewerbeschau. Den ökumenischen Segen spendeten Stadtpfarrer Konrad Amschl, Vikar Joseph Meenpuzhackal sowie der evangelischer Pfarrer Dirk Grafe.
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