07.01.2018 - 18:26 Uhr
KemnathOberpfalz

Neujahrsempfang der Stadt Kemnath im Foyer der Mehrzweckhalle „Auf Leistungen stolz sein“

Terror und Anschläge beherrschen die weltpolitischen Schlagzeilen. Dennoch ruft Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl beim Neujahrsempfang der Kommune dazu auf, den Fokus intensiver auf das Positive zu richten.

von Holger Stiegler (STG)Profil

"Man hört scheinbar nichts Gutes mehr", sagte Nickl. Das alles sei aber nur bedingt richtig, führte er weiter aus: "Es gibt sie, die guten Nachrichten." Natürlich habe man in Deutschland eine Arbeitslosigkeit von 5,3 Prozent, 2,3 Millionen Menschen ohne Arbeit. Dies sei aber auch der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung und bedeute im Vergleich zum Vorjahr 183 000 Arbeitslose weniger.

Und natürlich gebe es Unternehmen, die an der Börse verlieren, aber die Wirtschaft "brumme" wie noch nie. "Wir sollten uns nicht schlechtreden lassen, sondern das Positive herausstellen und stolz sein auf die Leistungen in unserem Land", forderte der Bürgermeister.

Milchhof schließt

In Kemnath dürfe man stolz sein: Die Kommune entwickle sich positiv. Steigende Bevölkerungszahlen, eine steigende Geburtenrate und weniger als 100 gemeldete Arbeitslose. Solche Entwicklungen hätten auch zur Folge, dass etwa neue Baugebiete ausgewiesen und überfüllte Kindertagesstätten in Kemnath und Waldeck erweitert werden müssten. Nickl streifte in seiner Ansprache den guten Stand des Gesundheitsstandortes mit Krankenhaus, Ärztezentrum sowie der hausärztlichen Versorgung. Natürlich gebe es Verbesserungspotential, gerade bei der fachärztlichen Versorgung, wie beim Thema Kinderarzt. Die schulischen Einrichtungen seien sehr gut ausgelastet, leider habe man allerdings die Grundschule in Waldeck schließen müssen.

Als "Hiobsbotschaft des Jahres" bezeichnete Nickl die angekündigte Schließung des Kemnather Milchhofes. Dies habe die Stadt "völlig unvorbereitet, ohne Ankündigung, ohne vorherige Gespräche" getroffen. In der Stadt seien 2017 viele Projekte weiterentwickelt und auch neu verwirklicht worden. Der Bürgermeister nannte unter anderen die Erschließung des Baugebietes "Brückengasse III", die Sanierung der Schulsportanlage gemeinsam mit dem Landkreis, die Rathaussanierung, die Sanierung der Kläranlage, die Friedhofgestaltung und die Umstellung von 400 Leuchten auf LED.

Besondere Ereignisse

Noch nicht so weit wie gewünscht sei man beim ehemaligen Brauhaus-Areal. Hier würden derzeit die Planungen unter Einbeziehung des Sportgeländes laufen. Viele besondere Ereignisse hätten das Jahr 2017 in Kemnath geprägt - vom Einzug des Zentrums Bayern, Familie und Soziales über den NOFI-Lauf bis hin zu den Brückenbau-Sanierungsmaßnahmen, den neuen Kreisverkehr sowie den Radweg von Oberndorf nach Wirbenz.

Mehrere hundert geladene Gäste kamen zum Stehempfang ins Neue Foyer. Begrüßt wurden sie sowohl von zwei echten Schornsteinfegern, die "Glückspfennige" ausgaben, als auch per Handschlag von Stadtoberhaupt Werner Nickl und Ehefrau Elisabeth. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom vierköpfigen "Sound Geflecht". Den ökumenischen Segen für das neue Jahr spendeten Stadtpfarrer Konrad Amschl, Evangelischer Pfarrer Dirk Grafe sowie Vikarin Kathrin Spies. Der Bürgermeister dankte allen, die auch künftig dazu beitragen werden, dass die Gesellschaft in Kemnath so lebens- und liebenswert bleibt wie bisher.

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