31.07.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Offizeiller Startschuss für Mitfahrerbank Blau macht mobil

Mitfahrerbank - dieser Begriff macht derzeit im Stadtgebiet die Runde. Die Stadt hat mit dem Projekt und der dahinterstehenden Idee eine Maßnahme zur Steigerung der Mobilität, insbesondere älterer Menschen, angestoßen.

Spontan gesellte sich beim Pressetermin auch Emil Zapf (Mitte) zu Seniorenbeauftragtem Franz Schwemmer (links), der von der Idee der Mitfahrerbank ebenfalls begeistert ist. Bürgermeister Werner Nickl demonstrierte, wie die Klapptafel mit den Zielangaben funktioniert. Bild: hrk
von Redaktion OnetzProfil

Sie sieht sich auch als Pilotkommune weit über die Landkreisgrenzen hinaus, ja sogar für die gesamte Region der nördlichen Oberpfalz. Bei einem Pressetermin auf dem Stadtplatz, zu dem auch Seniorenbeauftragter Franz Schwemmer geladen war, hat Bürgermeister Werner Nickl den Startschuss für die Mitfahrerbank gegeben.

Die im Stadtgebiet vorgesehenen fünf Bänke sind bereits aufgestellt. Neben dem Stadtplatz auch im Gebiet der Einkaufsmärkte sowie in der Wunsiedler, Werner-von-Siemens und Anzensteinstraße. Die wegen ihrer blauen Farbe deutlich wahrnehmbaren Bänke mit den metallenen Klapptafeln, die das beabsichtige Ziel anzeigen, lenken die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf wartende Personen, die mitgenommen werden wollen. Sie stellen damit auch ein neues Gestaltungselement im Stadtbild dar.

Nickl stellte die Zielsetzungen des von ihm initiierten Projekts heraus. Mit der Mitfahrerbank solle insbesondere älteren Menschen auf unkomplizierte Weise Gelegenheit gegeben werden, von den Siedlungsgebieten zu Besorgungen in die Innenstadt oder zu den Einkaufsmärkten und wieder zurück nach Hause zu gelangen. "Ich bin mir sicher, dass die Projektidee der Mitfahrerbank angenommen wird." Der Rathauschef sieht darin auch eine gewisse Selbsthilfeeinrichtung oder kleinen Dienst, bei dem sich die Bürger gegenseitig unterstützten, ohne dass es dazu vorheriger Absprachen oder einer koordinierenden Stelle bedarf.

Genau diese unverbindliche Art der Nachbarschaftshilfe solle die Akzeptanz zur Mitnahme fördern. Dass sich dabei vielleicht auch Absprachen über regelmäßige oder wiederkehrende Mitnahmen für die Zukunft ergeben können, wäre ein willkommener und nachhaltiger Effekt. Die Einrichtung der Mitfahrerbank greift den immer wieder geäußerten Wunsch auf Schaffung von Mobilität innerhalb des Stadtgebietes auf und stellt ein innovatives Angebot hierzu dar. Vielfach spiele der Zeitfaktor für das Warten keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr käme es oftmals einfach nur darauf an, von einem Ort zum anderen zu gelangen, meinte Nickl.

Die Stadt wird nun in einer Testphase von sechs Monaten beobachten und Stimmen einfangen, ob und inwieweit die Idee angenommen wird. Im Erfolgsfall ist lau Nickl durchaus denkbar, auch in auswärtigen Ortsteilen der Stadt Mitfahrerbänke einzurichten. Denn gerade in den ländlichen Siedlungsgebieten habe die Nachbarschaftshilfe ihren eigentlichen Ursprung und ihr Selbstverständnis.

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