Schulausschuss des Landkreises Tirschenreuth
G 9 lässt Sportler jubeln

Der Landkreis will in den nächsten Jahren die Sanierung der Dreifachturnhalle des Stiftland-Gymnasiums in Angriff nehmen. Dank G 9 wird die Sportstätte nicht kleiner werden. Bild: tr
Politik
Kemnath
15.03.2018
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Im nächsten Schuljahr kehren die bayerischen Gymnasien zum G 9 zurück. Für die Sportler in Tirschenreuth wird das zum Glücksfall.

Im Haushalt für 2018 hat der Landkreis auch einiges Geld für seine Schulen eingerechnet. Die markantesten Zahlen erläuterte Landrat Wolfgang Lippert im Schulausschuss. "Das müssen wir uns als nächstes anschauen", schlug er einen Termin in der Dreifachturnhalle des Stiftland-Gymnasiums vor. Für die geplante Sanierung steht zum Einstieg eine halbe Million Euro im Haushalt.

Kreiskämmerer Klaus Pöllmann verwies darauf, dass die prognostizierte Klassenzahl nach Rücksprache mit der Schulleitung ganz knapp noch für die Förderung einer Dreifachturnhalle reiche. Die Alternative wäre eine Zweifachturnhalle, was auch eine Einschränkung des Vereinssports bedeuten würde. Dabei helfe die Rückkehr zum G 9, da es damit mehr Klassen geben werde. Momentan drücken 678 Kinder und Jugendliche in 20 Klassen im Gymnasium die Schulbank (Vorjahr: 729 Schüler und 21 Klassen).

Neuer Server

An der Hauswirtschaftschule in Tirschenreuth sind momentan 14 Personen eingeschrieben. Im Vorjahr waren es 3 mehr. Als Hauptmaßnahme steht die Erneuerung der Schulküche für 150 000 Euro an.

Für den Einstieg in die Generalsanierung der Realschule Kemnath ist 1 Million Euro veranschlagt. Für die Bildung einer Tablet-Klasse steht ein Sonderbudget von 8000 Euro zur Verfügung, und für die Erneuerung des Servers in der Verwaltung sind 20 000 Euro veranschlagt. Die 894 Schüler sind in 35 Klassen untergebracht. Im vorigen Schuljahr waren es noch 1 Klasse mehr und insgesamt 924 Kinder und Jugendliche.

Momentan gibt es 1 Gruppe in der offenen und 2 Klassen in der gebunden Ganztagsschule. Bei dem Rundgang durch das Gebäude missfielen Lippert verschmutzte Wände in einem Raum. Diese sollten bald gestrichen werden. "Ein schmuddeliges Klassenzimmer geht gar nicht. Dort muss es einfach sauber sein. Das ist das A und O."

Für den Bauunterhalt der Realschule im Stiftland sind 105 000 Euro eingerechnet. Unter anderem sollen die Akustikdecke und der Boden in der Pausenhalle erneuert werden. Für die Anschaffung eines Frontladers für den Traktor hat der Kreis ein Sonderbudget von 4500 Euro eingeplant. Momentan werden an der Waldsassener Einrichtung 341 Schüler in 14 Klassen unterrichtet (Vorjahr: 342 Schüler in 13 Klassen). Derzeit gibt es keine Ganztagesklasse.

Am Förderzentrum Immenreuth besuchen 58 Schüler die 5 Klassen (Vorjahr: 64 Schüler und 5 Klassen). In Tirschenreuth sind es 90 Schüler in 8 Klassen (Vorjahr: 92 Schüler/8 Klassen). Seit August gilt für die Einrichtung in der Kreisstadt ein neuer Mietvertrag mit einem niedrigeren Mietpreis (195 000 Euro anstatt 245 000 Euro). Laut Lippert liegt der Grund im eingerechneten Investitionszuschlag.

Neue Ideen

Der Zuschussbedarf für die Kreismusikschule erhöht sich im Vergleich zu 2017 leicht auf rund 680 000 Euro. Die Zahl der erteilten Stunden ist von 494 auf 486 Stunden im aktuellen Schuljahr gesunken.

"Ich habe ein gutes Gefühl. Er hat einige neue Ideen, auch im Bereich der Blasmusik", erklärte der Landrat mit Blick auf den neuen Leiter Tobias Böhm. Für die Gastschulbeiträge hat der Kreis Ausgaben von 2 Millionen Euro und Einnahmen von 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Diese Ansätze sollen im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich bleiben.

Neuer Kiosk für PausenverkaufFür die Erweiterung des Beruflichen Schulzentrums Wiesau sind 2018 im Haushalt 3 Millionen Euro und für 2019 noch einmal 700 000 Euro veranschlagt. Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich damit auf über 9,2 Millionen Euro.

Derzeit werde zudem der Sanierungsbedarf des Werkstättentrakts untersucht. Als Sonderbudget für eine entsprechende Ausstattung für das Konzept "Industrie 4.0" sind heuer 55 000 Euro eingerechnet, für 2019 161 000 Euro. Zudem soll der Pausenverkaufskiosk auf Vordermann gebracht werden. Die Kosten sind auf 15 000 Euro beziffert.

1813 Schüler (Vorjahr: 1848) besuchen das Berufliche Schulzentrum. Aufgeteilt sind sie in 87 Klassen (70 Klassen Berufsschule, 1 Klasse Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe, 5 Klassen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement, 6 Klassen Berufsfachschule für IT-Berufe, 2 Klassen Fachschule für Datenverarbeitung und 3 Klassen Berufsschule plus).

Darüber hinaus gibt es in Wiesau 5 Klassen mit berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen. Kooperationspartner ist die Kolping Berufshilfe. Hierfür sind im Haushalt 150 000 Euro eingeplant. "Dieses Geld bekommen wir aber wieder vom Freistaat Bayern zurück", stellte Landrat Lippert fest. (rti)
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