Stadtrat verleiht Ehrennadel an fünf Bürger
Reich an „Motoren“ und „Vätern“

Bürgermeister Werner Nickl (link) überreichte die Ehrennadel der Kommune an (von rechts) Hans Rösch, Peter Denz, Karl Ott und Georg Wagner. Bild: stg
Politik
Kemnath
21.12.2016
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Den einstimmigen Beschlüssen in der November-Sitzung ließ der Stadtrat die Auszeichnungen folgen: Fünf Männer erhielten am Montag die Kemnather Ehrennadel.

(stg) In der Weihnachtssitzung im Foyer der Mehrzweckhalle würdigte Bürgermeister Werner Nickl ihr "herausragendes und vorbildliches ehrenamtliches Engagement". Die Auszeichnung ging an Hans Rösch, Georg Wagner, Franz Horn, Peter Denz und Karl Ott. Bei jedem erklärte der Rathauschef in einer kurzen Laudatio die wesentlichen Gründe. Die Ehrung für Franz Horn wird wegen einer länger geplanten Operation nachgeholt. Alle fünf hätten "das Wohl der Bürger gefördert oder das Ansehen der Stadt gemehrt", meinte Nickl.

Universell einsetzbar

Hans Rösch ist seit 1999 Vorsitzender des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath und Umgebung. Seitdem habe er "viele sichtbare Zeichen gesetzt, um die Geschichte unserer Stadt und der Region lebendig werden zu lassen". Hier seien das Museum mit der Ausstellung der Vor- und Frühgeschichte, Gästeführungen, historische Stadtführung, die vor zwölf Jahren von Rösch gegründete Stadtwache, historische Feldlager am Eisweiher und Ausstellungen zu nennen. Auch als Berichterstatter für den "Neuen Tag" habe er die Entwicklung der Stadt gefördert und dies nach außen getragen. "Hans Rösch ist also beinahe universell einsetzbar", betonte Nickl. 2010 hat Rösch bereits das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten.

Seit 22 Jahren steht Georg Wagner dem Heimat- und Kulturverein Waldeck vor. "Eine Aufgabe ist die Aufarbeitung und Aufbereitung der Geschichte Waldecks." Das beeindruckendste Zeichen sei wohl die Wiederherstellung der Burg. Wagner sei der "Motor des Heimat- und Kulturvereins" und kümmere sich unter anderem auch um die Erforschung von Leben und Werk des Komponisten Hans von Koessler. "Doch hauptsächlich dreht sich das Bemühen um die Burg", sagte Nickl mit Blick auf die Ägidiuskapelle, sanfte touristische Nutzung, Freilegung der Felsenkeller und Theateraufführungen mit dem Landestheater Oberpfalz (LTO).

Vom Virus infiziert

"Mit den ersten Ausgrabungen stieg auch der Burggeist empor, der Franz Horn mit dem Burgbauervirus infizierte und elektrisierte", sagte der Bürgermeister. Mit Georg Wagner sei er seit 1982 der "Vater" der heutigen Touristenattraktion Burgruine Schlossberg Waldeck. Horn sei ein "wahrer Baumeister der Neuzeit", jeden Stein habe er wohl schon in der Hand gehabt, jede Fuge vermutlich schon mal nachgearbeitet. Aber auch für Arbeiten, die nicht mit der Burg zu tun haben, sei sich Horn nicht zu schade - seien es die Wiederherstellung der Felsenkellereingänge, die Mauerreparatur am alten Friedhof oder die zahlreichen Vereinsveranstaltungen.

Peter Denz stammt aus "der" Feuerwehrfamilie in Kemnath. Schon mit 13 Jahren kam er zu den Brandschützern. "25 Jahre Kommandant einer Stützpunktfeuerwehr zu sein, bedeutet, dass er mehr als die Hälfte seines Lebens als Kommandant Verantwortung getragen hat", rechnete Nickl vor. Dies sei für eine Stützpunktfeuerwehr in dieser Größenordnung einmalig. In dieser Zeit habe Denz weit über 3000 Einsätze geleitet. Die vielfältigen Aufgaben bis hin zur Pflege der Partnerschaft mit Wehren der Kemnather Partnerstädte erfülle die Wehr unter Denz' Führung in hervorragender Weise. "Das Wohl und die Sicherheit der Bürgerschaft werden eindeutig gefördert", bilanzierte Nickl.

Er würdigte Karl Ott als den "Ersten, wenn es darum geht, Hilfestellung zu leisten und sich für die Allgemeinheit einzusetzen". Schwerpunkt sei die Tätigkeit beim SVSW, wo Ott 34 Jahre ehrenamtlich tätig war. Dafür habe der Bayerische Fußballverband dem "Kümmerer" 2015 die Verbandsehrenmedaille in Silber verliehen. "Darüber hinaus kümmerst Du dich seit Jahrzehnten um öffentliche Anlagen vor allem in Deinem Heimatort Oberndorf." Mit seinem Ehrgeiz und seiner Konsequenz sei Karl Ott ein "leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement und Vorbild dafür, dass wir letztlich alle Stadt sind".

An die Geehrten überreichte der Bürgermeister die Ehrennadel und eine Urkunde. Für die Ehepartner gab es Blumensträuße. Auch die Sprecher der Fraktionen gratulierten den Geehrten.
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