03.04.2018 - 20:10 Uhr
KemnathOberpfalz

VdK-Bezirksgeschäftsführer erneuert in Delegiertenversammlung -Forderung nach sozialer ... Rente muss zum Leben reichen

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem VdK. Ein spannendes stehe dem Sozialverband bevor, meinte Christian Eisenried aus Regensburg in der Delegiertenversammlung des Kreisverbandes Tirschenreuth-Kemnath.

von Autor GMAProfil

Was der Bezirksgeschäftsführer damit meinte, führte er in der Mehrzweckhalle näher aus. So bieten in seinen Augen die Regierungsbildung im Bund und die Landtagswahl in Bayern ausreichend Gelegenheit, weiter für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen und einzustehen. Der Landesverband Bayern habe 2017, als dieser 70-jähriges Bestehen gefeiert habe, erneut deutlich an Bekanntheit zugelegt. 677 747 Mitglieder seien ein neuer Höchststand nach 50 301 Neuaufnahmen.

Ein wichtiger Faktor ist für Eisenried daher die Sozialrechtsberatung in den Kreis- und Bezirksgeschäftsstellen. Nach wie vor seien das Schwerbehinderten- und das gesetzliche Rentenrecht Spitzenreiter der sozialrechtlichen Beratung. Zugenommen habe im Vorjahr die Nachfrage zur Pflegeversicherung wegen des geänderten Pflegebedürftigkeitsbegriffs und Pflegebegutachtungsverfahrens.

"Unsere Grundforderungen waren bisher und sind: Die Rente muss zum Leben reichen. Gesundheit und Pflege müssen bezahlbar sein, Behinderung darf kein Nachteil sein und Armut muss in allen Altersgruppen bekämpft werden." Bestandsrentner müssten etwas von den Verbesserungen haben. Deren durchschnittliche Rente liege in Bayern aktuell gerade mal bei 785 Euro.

Die Groko-Partner hätten die Forderung des VdK, Altersarmut zu vermeiden, aufgegriffen und wollten das Rentenniveau bis 2025 bei 48 Prozent stabilisieren. Das sei ein erster wichtiger Schritt, doch eine Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent müsse in naher Zukunft erfolgen. "Hierfür werden wir uns vom VdK stark machen."

Der Bezirksgeschäftsführer machte deutlich, dass der VdK die größte soziale Bürgerbewegung in Bayern und Deutschland sei. Er engagiere sich für Menschen mit Behinderung für chronisch Kranke und Erwerbsgeminderte, für Pflegebedürftige und Pflegende, für Armutsgefährdete und Grundsicherungsempfänger, für Arbeitnehmer und Familien.

Wer einen aktiven Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit leisten wolle, müsse beim VdK Mitglied werden. "Ich lade Sie alle ein, der Politik zu zeigen, dass wir nicht locker lassen werden, denn der Handlungsbedarf ist viel zu dringend."

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