30.07.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Vorschläge aus den Arbeitskreisen wurde bei der SEEK-"Ergebniswerkstatt" in Kemnath diskutiert Aus Visionen nun Projekte machen

Es geht um Visionen und um potenzielle Möglichkeiten bei der Fortschreibung des Städtebaulichen Einzelhandels- und Entwicklungskonzeptes (SEEK): Allerlei Ideen stehen im Mittelpunkt der "Ergebniswerkstatt", zu der Bürgermeister Werner Nickl zahlreiche Interessierte im Foyer der Mehrzweckhalle begrüßte.

Zahlreiche Zuhörer hieß Bürgermeister Werner Nickl im Foyer zur SEEK-Ergebniswerkstatt willkommen. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

Nickl ließ die verschiedenen Veranstaltungen im Zuge der Fortschreibung des SEEK Revue passieren. Den Auftakt markierte dabei der "Stadtspaziergang" mit allen Interessierten im Juli 2016. Im Nachgang wurden fünf Arbeitskreise zu den Themen "Wohnen, Städtebau und Siedlungsentwicklung/Barrierefreiheit", "Verkehr und ÖPNV/Energie und Landwirtschaft", "Jugend, Familie und Senioren/Bildung und Kultur", "Wirtschaft und Arbeit/Einzelhandel und Dienstleistung" sowie "Freizeit, Naherholung, Tourismus und Gastronomie" gebildet.

Insgesamt seien 14 Veranstaltungen mit guten Ansätzen und Ergebnissen abgehalten worden, berichtete der Bürgermeister. "Zum Abschluss des Bürgerdialogs geht es nun darum, Prioritäten zu setzen und Vorschläge für den Stadtrat zu machen", betonte er.

Inhaltliche Ergebnisse der bisherigen Sitzungen lieferten Städteplaner Klaus Stiefler vom Architekturbüro RSP sowie Andreas Hacke von Geo-Plan. Die erste Arbeitskreis-Runde mit fünf Sitzungen gab es im Oktober 2016, die zweite mit erneut fünf Sitzungen folgte im Januar/Februar. Darüber hinaus wurden im Mai zwei Jugend-Workshops veranstaltet. Anhand der diskutierten Handlungsfelder wurden mögliche Ideen und Ansätze vorgestellt.

Beim Komplex "Wohnen, Städtebau, Siedlungsentwicklung/Barrierefreiheit" ging es beispielsweise um die künftige Entwicklung im Bereich der östlichen Berndorfer Straße, im Bereich der Jahnstraße, im Bereich der Wunsiedler Straße/Löhlebach und im Bereich östlich der Erbendorfer Straße. Beim Thema "Verkehr und ÖPNV" wurden eine bessere Vermarktung des BAXI-Angebots, ein Kreisverkehr an der "Ponnath-Kreuzung", ein Gesamtgestaltungskonzept für die Bayreuther Straße sowie eine Verbesserung des Fuß- und Radwegenetzes angesprochen.

Gute Erkenntnisse haben die beiden Jugend-Workshops geliefert: Generell gibt es eine hohe Bindung der Jugendlichen an ihre Stadt sowie eine hohe Zufriedenheit mit Kemnath als kinder- und familienfreundlicher Stadt. Als wichtige Themen wurden angesprochen: Erweiterung und Aufwertung der öffentlichen Freizeit-, Spiel- und Sportanlagen sowie altersgerechte Treffpunkte und "Rückzugsmöglichkeiten".

Im Bereich "Freizeit/Kultur/Gastronomie" war die Aufwertung der Flächen am Eisweiher ein Thema, auch ein Biergarten brennt vielen Bürgern unter den Nägeln. Vorgeschlagen wurden zudem eine Stärkung der touristischen Vermarktung, die Schaffung eines "Stadtstrandes" am Eisweiher sowie die Prüfung einer Hotel-Ansiedlung.

"Das ist noch keine konkrete Projektplanung, das sind alles nur Vorschläge", betonte Stiefler. Ziel der vergangenen Monate sei es gewesen, Potenziale zu erkennen. Nun gelte es, sich darüber klar zu werden, was umgesetzt werden solle. "Dazu braucht man oftmals einen langen Atem", warnte der Planer. Um dem Stadtrat die Aufstellung einer Prioritätenliste zu erleichtern, durften die Zuhörer die aus ihrer Sicht wichtigsten Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt in Listen markieren und gewichten.

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