26.04.2018 - 15:56 Uhr
KemnathOberpfalz

Aus der Idee eines neuen Kemnather Sportzentrums könnte bald Realität werden SVSW für neue Heimat offen

Gibt es bald ein neues Kemnather Sportzentrum, an dem der SVSW heimisch wird? Oder wird doch das bestehende Sportheim saniert? Diese Fragen beschäftigt die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung - mit einer klaren Präferenz.

Die Kemnather Schulsportanlage könnte bald zur neuen Heimat des SVSW Kemnath weiterentwickelt werden - sowohl der Verein wie auch die Stadt Kemnath stehen der Sache positiv gegenüber. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

SVSW-Vorsitzender Wolfgang Weber betonte in seinem Rechenschaftsbericht, dass man vor zwei Jahren in der Jahreshauptversammlung die Sanierungsbedürftigkeit des Sportheims und vor allem des Kabinentrakts festgestellt habe. "Einstimmig hat die Versammlung grünes Licht gegeben für eine Sanierung unseres Sportheims mit Erweiterung der Räumlichkeiten für unser Kursangebot." Er wolle diese Entscheidung nicht in Frage stellen, könne aber mitteilen, dass momentan an einer Alternativlösung gearbeitet werde.

Die Stadt Kemnath habe im Zuge der Vermarktung des Brauhausgeländes Interesse am Sportgelände angemeldet und dem SVSW angeboten, auf die Schulsportanlage umzuziehen. "Derzeit läuft die Planung einer Erweiterung der Anlage zu einem ,Sportzentrum Kemnath', mit dem Ziel, dass die Anlage künftig auch alle Belange des SVSW abdeckt", sagte Weber. Sollte es gelingen, das Schulsportzentrum entsprechend zu sanieren und zu erweitern, so werde es für den SVSW eine ideale neue Heimat. "Wir haben künftig unsere Sparten sozusagen alle unter einem Dach. Hinzu kommen die Nähe zur Mehrzweckhalle und die bessere Infrastruktur."

Die Sanierung in der Jahnstraße sei nicht "abgeblasen", sondern vielmehr auf Eis gelegt. "Sollte allerdings das Projekt ,Sportzentrum Kemnath' aufgehen, ist der Vorstand geschlossen für einen Umzug in die Badstraße", betonte Weber. Er bat um Geduld, um diese wichtige Entscheidung noch etwas reifen zu lassen.

Bürgermeister Werner Nickl erinnerte daran, dass die Schulsportanlage aktuell für 700 000 Euro saniert worden sei. Er erörterte die Überlegungen des Stadtrates hinsichtlich der gemeinsamen Betrachtung von Brauhaus-Areal und derzeitigem Sportgelände. Die Schulsportanlage werde bekanntlich nur sporadisch genutzt, so dass es sich anbiete, dort ein "Sportzentrum" zu erreichten.

"Ich bin froh, dass alle sehr positiv darüber reden", bekannte der Bürgermeister. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um ein "Millionenprojekt" handeln werde, für das die Stadt auch tief in die Tasche greifen werde. "Der SVSW muss sich dafür nicht wieder in eine finanzielle Notlage bringen", versprach der Bürgermeister. Das Projekt brauche allerdings seine Zeit und müsse über mehrere Jahre verteilt werden. "Zwei bis vier Jahre sollten wir uns schon nehmen", meinte Nickl. Auch gelte es, entsprechende Nutzungsverträge mit dem Landkreis zu schließen.

Weber versprach, dass die Mitglieder des SVSW natürlich auch mit "hinlangen" werden. Einen Fokus lenkte er auf das Jahr 2020, wenn der Verein 75-jähriges Bestehen feiern kann. "Wäre schön, wenn wir dann noch etwas anderes feiern könnten."

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