50-Jährige bei Verkehrsunfall auf der B 22 mittelschwer verletzt
Mit Rettungsspreizer zur Fahrerin

Aufgrund der angenommenen Verletzungen der Ford-Fahrerin setzten die Einsatzkräfte den Rettungsspreizer ein, um sie möglichst schonend aus dem Fahrzeug zu retten. Bild: Roland Wellenhöfer
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Kemnath
07.04.2018
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(mde) Mit schwerem Gerät befreiten Rettungskräfte am Samstag auf der B 22 eine verletzte Fahrerin aus dem Auto. Durch den Fahrfehler eines Mannes war es zum Zusammenstoß gekommen. Die Feuerwehr war besonders schnell vor Ort.

Als der Fahrer eines Mercedes aus dem Gemeindebereich Kemnath am Samstag gegen 15.45 Uhr von der B 22 aus Richtung Erbendorf kommend links nach Waldeck abbog, übersah er nach ersten Erkenntnissen der Polizei den Ford einer Frau aus dem Stadtgebiet Erbendorf. Sie befuhr die Bundesstraße 22 von Kemnath in Richtung Erbendorf. Im Kreuzungsbereich kollidierten die beiden Autos mit den Fahrerseiten. Die Wucht des Zusammenstoßes drängte den Ford der 50-Jährigen nach rechts von der Straße ab. Spuren auf dem Asphalt und in der Wiese zeugen davon, dass dabei der linke Vorderreifen auf der Felge schleifte. Erst nach rund 50 Metern kam der Wagen in einer Wiese zum Stehen.

Zur selben Zeit war die Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Kemnath ebenfalls auf der Bundesstraße unterwegs. Die Feuerwehrmänner befanden gerade auf einer Übungsfahrt. Unverzüglich betreuen sie den 49-Jährigen und die Frau, die sich jeweils alleine im Fahrzeug waren, sicherten die Unfallstelle ab und fordern den Rettungsdienst und die örtliche Feuerwehr an. Auch ein weiteres Einsatzfahrzeug der Kemnather Wehr brach die Übungsfahrt ab und kam zur Unterstützung an die Unfallstelle. Die Besatzung des ersten Rettungswagens übernahm vorrangig die Versorgung der Frau, die noch in im Auto saß. Das Rettungspersonal entschied sich aufgrund des Verletzungsmusters für eine schonende Rettung aus dem Wagen, weshalb weiteres Rettungsspreiz- und Schneidgerät angefordert wurde. Die Einsatzmannschaft stabilisierte den Ford und schuf mit den hydraulischen Geräten des Löschfahrzeugs eine erste Rettungsöffnung.

Kurz nach Eintreffen des Hilfeleistungslöschfahrzeugs aus Kemnath konnte die Frau aus dem Fahrzeug gerettet werden. Eine Notärztin, die mit dem Rettungshubschrauber Christoph 80 aus Weiden angeflogen war, versorgte sie medizinisch. Der Mann wurde bei dem Unfall leicht, die Frau mittelschwer verletzt. Mit zwei Rettungswagen brachte sie das BRK zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehren aus Waldeck und Schönreuth übernahmen die Verkehrsregelung und die Reinigung der Fahrbahn. Nebst Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther waren auch die Kreisbrandmeister Alois Schindler und Florian Braunreuther vor Ort.

Beamte der Kemnather Polizeiinspektion nahmen den Unfall auf. Nach rund anderthalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Während der Einsatz- und Rettungsmaßnahmen kam es zu Verkehrsbehinderungen. Beide Fahrzeuge wiesen einen Totalschaden auf, waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
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