24.04.2018 - 17:30 Uhr
KemnathOberpfalz

67 neue Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes an Hilfsorganisationen übergeben Freistaat noch sicherer machen

Freistaat und Bund investieren Millionen in modernste Ausrüstung für den Katastrophenschutz. Auch in Kemnath: Die Feuerwehr erhält eines von insgesamt 67 Einsatzfahrzeugen, einen Versorgungslastkraftwagen mit modularem Hochwasser-Gerätesatz.

von Michael DenzProfil

Kemnath/Fürth. Beim Blaulichtempfang im Katastrophenschutzzentrum Fürth wurden 67 neue Einsatzfahrzeuge an Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste des Bayerischen Roten Kreuzes, der Johanniter und Malteser übergeben. Auch die Feuerwehr Kemnath war mit ihrem neuesten Fahrzeug, dem Versorgungslastkraftwagen (V-LKW) mit modularem Gerätesatz Hochwasser, vor Ort.

Die Investitionen sollen helfen, "Einsatzlagen besonderer Dimensionen bewältigen zu können". 378 Einsatzfahrzeuge gab es in den vergangenen Jahren für Bayerns Hilfsorganisationen. "Wir investieren kräftig in eine moderne Ausrüstung unseres Katastrophenschutzes und damit in die Sicherheit der Menschen in Bayern", betonte Innenminister Joachim Herrmann in seiner Ansprache. Die gelebte Mitverantwortung jedes Einzelnen für den Nächsten sei eine der großen Stärken des Freistaats. 54 der 67 übergebenen Fahrzeuge wurden laut Herrmann mit Mitteln des Freistaats finanziert.

Dazu zählen zwölf Versorgungslastkraftwagen mit modularem Gerätesatz Hochwasser (MGH), zwölf Sanitäts-Gerätewagen und 30 Krankentransportwagen. Der Bund wertete den Fahrzeugbestand des Technischen Hilfswerks durch Mannschaftstransporter, Bagger und mehrere Lastwagen auf. Auch einige Feuerwehren erhielten Katastrophenschutz-Löschfahrzeuge aus Bundes-Mitteln.

"Von dieser modernen Ausstattung profitieren unsere Bürgerinnen und Bürger im Notfall", sagte der Innenminister. "Wir wissen, dass die Bedrohungen und Herausforderungen in den letzten Jahren, bedingt durch Terroranschläge und neue Wetterphänomene, massiv zugenommen haben", erklärte Herrmann.

Wenn Bäche und Flüsse nach Regenmassen über die Ufer treten, ganze Regionen überfluten oder eine große Anzahl an Verletzten zu beklagen ist, kommen die Fahrzeuge zum Einsatz. Durch die flächendeckende Verteilung der Ausrüstung des Katastrophenschutzes an die vielen Hilfsorganisationen sei eine gute Versorgung im Ernstfall gewährleistet, war sich Herrmann sicher.

Für eine effektive Krisenbewältigung brauche es motivierte Einsatzkräfte in guter Stärke, fundierte Ausbildung, praktikable Einsatzkonzepte und eine gute Ausstattung. Hierbei seien Bund und Freistaat gleichermaßen gefordert. "Die Sicherheit unserer Bevölkerung hat oberste Priorität. Sie ist die Grundlage unseres Freiheitsgefühls. In Bayern leben heißt, sicherer leben", erklärte Hermann. "Es nützen die besten Fahrzeuge nichts, wenn Menschen nicht beherzt anpacken und ihren Mitmenschen in der Not helfen", sagte er den Rettungskräften Dank.

Bayern ist laut Herrmann ein Bundesland, das eine hohe Ehrenamtsquote vorweise. Dieses Engagement präge die bayerische Identität. "Unser Land, unsere lebens- und liebenswerte Heimat ist ohne unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte überhaupt nicht denkbar." HintergrundDer Versorgungslastkraftwagen, der seit Ende Juli vergangen Jahres in Kemnath stationiert ist, wird beim Sommerfest der Feuerwehr Kemnath offiziell in Dienst gestellt. Die Feier dazu findet am Samstag, 21. Juli, statt. Im Anschluss daran starten die Brandschützer mit ihrem Sommernachtsfest durch. Das Sommerfest mit Frühschoppen, Mittagstisch, Fahrzeugausstellung und weiteren Attraktionen ist am Sonntag, 22. Juli.

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