Anni Kellner feiert Geburtstag
„Garant für Lachen und Weinen“

Pflegedienstleiterin Cilli Gerlang, die Pflegerinnen Ulrike Felbinger und Ilona Söllner, dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer und Schwester Betty (von links) gratulierten Anni Kellner. Bild: jzk
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Kemnath
29.12.2016
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Die "Beckn-Anni" kennt man im Kemnather Land. Als Verkäuferin beim Bäcker, als Kirchgängerin oder als Schauspieltalent. Jetzt feierte Anni Kellner Jubiläum.

Seit August 2015 lebt Anni Kellner in Haus Falkenstein. Am zweiten Feiertag erlebte sie im Seniorenheim nun ein großes Fest. Mit ihrer Schwester Betty, den Cousinen und drei Freundinnen im Haus Falkenstein feierte sie 90. Geburtstag. Zum Gratulieren kam dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer. Pfarrer Heribert Stretz, überbrachte Glück- und Segenswünsche für die Pfarrei Kastl.

Denn geboren wurde Anni Keller am 26. Dezember 1926 in Unterbruck bei Kastl als ältestes Kind der Eheleute Josef und Maria Kellner. Mit ihrer Schwester Betty und ihrem Bruder Hans wuchs sie dort auf. Sieben Jahre lang besuchte sie die Volksschule Kastl, die achte Klasse dann in Kemnath. Nach dem Schulbesuch musste sie ein Pflichtschuljahr in einem Haus- halt absolvieren. So kam sie mit 14 Jahren in die Bäckerei Raps in Kastl - und blieb für 37 Jahre. Als Verkäuferin und Mädchen für alles war sie im Betrieb und bei Kunden sehr beliebt.

Im Alter von 52 Jahren fing sie dann noch etwas ganz Neues an. Sie wurde Haushälterin von Pfarrer Neidl in Wellendingen im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg. Nach 15 Jahren im Pfarrhaushalt kehrte sie nach Kastl zurück und zog bei ihrem Neffen Peter Hartwig ein. Als sie 2015 krank wurde, musste sie ins Krankenhaus. Da ihre Schwester Betty sie nach ihrer Entlassung nicht mehr betreuen konnte, bezog sie ein Doppelzimmer im Haus Falkenstein in Kemnath.

Als "Beckn-Anni" ist die Jubilarin in der Kastler Region bekannt. Sie baute in Kastl die Pfarrbücherei auf und leitete sie 25 Jahre. Die fleißige Kirchgängerin brachte sich stark in der Pfarrgemeinde ein.

Jahrelang half sie beim Schmücken der Pfarrkirche St. Margaretha, sie war der gute Geist bei den Altennachmittagen. Ihre große Leidenschaft war das Theaterspielen. Als Naturtalent begeistertete sie die Zuschauer, war "Garant für Lachen und Weinen". Auch bei ihren Mitbewohnern im Seniorenheim ist sie sehr beliebt, weil sie immer unterhaltsame Geschichten für sie auf Lager hat.
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