Anton Heindl zeigt seine Automatensammlung
Engelsstimmen im Musikeum

Museumsleiter Anton Heindl (Zweiter von rechts) zeigte den Besuchern im Musikeum seine Musikautomatensammlung. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
12.07.2017
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"Mir san ja di lustign Hozhackerbuam" spielte die Mignon-Orgel, als Anton Heindl an der Kurbel drehte. Dieses mechanische Musikinstrument mit 22 Tonstufen und zwei Blasebälgen hat der leidenschaftliche Sammler erst vor Kurzem für das Musikeum erworben. Am Sonntagnachmittag stellte er es mit weiteren Schätzen aus seiner Sammlung interessierten Besuchern vor.

Bei seiner Führung durch die Ausstellung mit Exponaten von 1860 bis 1930 erklärte er die Funktionsweise von pneumatischen Instrumenten, Organetten, Spieldosen, Puppenautomaten, Drehorgeln und Singvogeldosen. Zu besichtigen war auch die Schweizer Walzenspieldose "Voix Celeste" (Engelsstimme) von 1872, eine Orchesterspieldose mit Trommel und Glocken. Sehr bewundert wurde eine Miniaturspieluhr im Feuerzeug. "In unserem Musiksalon befindet sich die größte öffentlich zugängliche Sammlung von mechanischer Musik in der Oberpfalz", erklärte Heindl.

Anna Müller-Rösch versorgte die Besucher mit Kaffee und Kuchen. Diese nutzten die Gelegenheit, um sich in gemütlicher Runde miteinander zu unterhalten und zu fachsimpeln. Die DVD "Besuch im Musikeum" konnte zum Preis von 6 Euro erworben werden. Im Internet ist unter www.youtube.com/watch?v=0QF1HRG1d9y ein Film von Johann Spörrer und Rainer Sollfrank darüber zu sehen. Im benachbarten Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum war die Sonderausstellung "Blanke Ordonanz- und Gardewaffen der churpfälzischen und bayerischen Armee" geöffnet. Dort bot HAK-Vorsitzender Hans Rösch eine Führung an. Er verwies besonders auf die beiden Neuanschaffungen: Ein Bild des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und ein kostbarer Band "Oberpfälzer Landrecht 1657".
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