24.11.2017 - 20:10 Uhr
KemnathOberpfalz

Arbeiten bei der Brückenbaustelle auf der B22 bei Kemnath im Zeitplan In den letzten Zügen

Die Arbeiten an der B 22-Brücke zwischen Schönreuth und Kemnath gehen dem Abschluss entgegen. Ein Ende der Totalsperre ist absehbar.

von Michael DenzProfil

Rund zwölf Kilometer und viele Minuten kostet die Umleitung den Auto- und Lasterfahrern. Und auch die Anwohner der Umleitungsstrecke durchs Kemnather Land zählen die Tage. Am 8. Dezember soll die Bundesstraße wieder frei sein. Seit Juli wird die "Kuchenreuther Bachbrücke" erneuert. Anfangs hatte das Staatliche Bauamt geplant, Autos an der Baustelle vorbeizuleiten und nur Lkw über Umleitungen zu schicken. Weil sich Brummi-Fahrer nicht an daran hielten, habe die Polizei am 2. August die Vollsperrung verfügt. "Dadurch ergab sich auf den Umleitungsstrecken mehr Belastung als beabsichtigt", bedauert Hannes Neudam vom Staatlichen Bauamt.

Laut dem Abteilungsleiter für Brückenbau "befinden sich die Arbeiten bei der Brückenerneuerung in den letzten Zügen". Bei einem Ortstermin erläuterte Bautechniker Mirko Eckardt vom Bauamt die Fortschritte auf. Der Radbagger rollte permanent, Arbeiter verdichteten mit einer Rüttelplatte das Baumaterial, das Sattelschlepper zur Baustelle brachten.

Als nächste Arbeiten stehen die Herstellung der Tragschicht-Binder und Deckschicht auf der Brücke sowie den Straßenanschlussbereichen an. Die Montage der Geländer und Schutzplanken erfolgt vor allem in der Woche der Freigabe. Je nach Wetter werden die Böschungstreppen des Brückenbauwerks im Frühjahr angelegt.

"Seitens des Staatlichen Bauamtes wird in Anbetracht der Verkehrsbedeutung höchster Wert auf eine zügige Abwicklung gelegt", betont Neudam. Die Arbeiter der Baufirma beginnen unter Flutlicht im Morgengrauen und arbeiten bei jedem Wetter bis spät am Abend. "Die Baufirma liegt sehr gut im Zeitplan, die Freigabe am Freitag, 8. Dezember, ist realistisch, wenn nicht witterungstechnisch eine größere Überraschung kommt", sagt Neudam. Die Firma Bakker-Bau habe sehr gut gearbeitet. Trotz langer Schlechtwetter-Perioden liege die Firma einige Wochen vor dem ursprünglichen Plan", heißt es aus dem zuständigen Weidener Ingenieurbüro.

Nicht erklären können sich die Experten, woher Gerüchte über eine Verkehrsfreigabe schon am 1. Dezember stammen. Sie haben in der Bürgersammlung in Kemnath die Runde gemacht. "Dazu sind mir keine Aussagen unsererseits bekannt", erklärt Neudam. "Auch die Abmessungen der Brücke sind aus wasserwirtschaftlichen und ökologischen Gründe zwingend erforderlich. Zwei Rohre hätten sicherlich nicht gereicht", führt er weiter aus. "Darüber wurde auch die Stadt Kemnath informiert."

Da Umleitung und etliche Nebenwege inzwischen erheblich ramponiert sind, stellt sich die Frage, wer für die Instandsetzung aufkommt. "Hierzu befinden wir uns in gutem Kontakt mit den Straßenbaulastträgern", informiert Bauoberrat Hannes Neudam.

Die Baufirma liegt sehr gut im Zeitplan.Hannes Neudam vom Staatlichen Bauamt

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