02.01.2018 - 14:30 Uhr
KemnathOberpfalz

Arbeiten im Zeitplan: Proben beginnen auf der Bühne: "Bühne frei" für die Kemnather Passion

Die Vorbereitung für die Kemnather Passion laufen - nicht nur bei Sängern und Schauspielern. Seit Wochen ist deshalb eine der drei Teilhallen der Mehrzweckhalle gesperrt.

„Wir werden auf alle Fälle rechtzeitig mit dem Bühnenaufbau fertig“ versicherten Erwin Popp, Peter Hackl, Wolfgang Heser und Bernd Schraml (von links).
von Josef ZaglmannProfil

Kurz vor Weihnachten begannen in der Mehrzweckhalle der Aufbau der großen Bühne für die Passion. 8,85 mal 13,40 Meter bietet sie den Darstellern als Platz. Unter der Leitung von Raimund Panzer transportierten Bauhof-Arbeiter und Helfer der "Passions-Familie" den Bühnenboden von der Missionshalle in die Mehrzweckhalle, legten ihn auf und befestigten ihn. Wolfgang Heser, Erwin Popp und Peter Hackl sowie Arbeiter des Bauhofs stellten Podeste für den Unterbau auf. Um eine schiefe Ebene zu erhalten, sind die Podeste unterschiedlich hoch.

Die drei "Bühnenarbeiter" haben bereits in den vergangenen Aufführungen den Bühnenaufbau organisiert. Mit Bernd Schraml haben sie diesmal einen Helfer, dem sie als möglichen Nachfolger alle erklären und zeigen wollen. Die Mitarbeit von Sebastian Burger macht den Aufbau zusätzlich leichter. Er arbeitet bei den Werkstätten des Bayreuther Festspielhauses. "Wenn bei sechs Aufführungen alles funktionieren soll, müssen die Kleinigkeiten stimmen." Auch beim Bühnenbau liege der Teufel im Detail.

Fast sieben Meter hoher Turm

Eine Herausforderung war es, die vier Träger-Traversen für Vorhänge und Scheinwerfer aufzuhängen und die sechs Kulissen-Türme aufzustellen. "Der höchste Turm ist fast sieben Meter hoch" sagt Heser. Die Helfer Peter Kopp, Peter Walberer, Roland Müller, Felix Linkel, Georg Besold sowie Alexander Schmid und einem Mitarbeiter der Firma Transpot Eventtechnik aus Creußen unterstützrn die Arbeiten.

Die 15 schwarzen Vorhangteile wurden vor dem Aufhängen gereinigt. Transpot-Mitarbeiter Alexander Schmid kümmerte sich um eine große Projektionsleinwand. Dort sollen während der Aufführungen stimmungsvolle Bilder den Szenen zusätzliche Ausdruckskraft verleihen.

"Bis zur Fertigstellung Ende Januar haben wir noch viel zu tun", blickt Heser auf die nächsten Wochen. Pläne, Notizen und Fotoaufnahmen von der Passion 2013 erleichtern ihm die Arbeit. Die Bilder haben die Fotografen Peter Kopp und Raimund Panzer zur Verfügung gestellt. Als nächste Schritte werden die Scheinwerfer aufgehängt und installiert. Obwohl noch einiges zu tun ist, sind die Arbeiter ruhig: "Selbst wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, kommen wir nicht in Verzug" ist sich Erwin Popp sicher. Wichtig war, bis zum Jahreswechsel die Bühne begehbar zu machen. Denn mit dem neuen Jahr beginnt die heiße Phase der Proben. Dazu lädt Spielleiter Thomas Linkel seine Darsteller bereits auf den "Originalschauplatz"ein.

 

 

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