15.03.2018 - 15:52 Uhr
Kemnath

Atemschutz: Noch Luft nach oben

Die aktiven Mitglieder der Waldecker Feuerwehr besuchen fleißig Lehrgänge. Dennoch gibt es in manchen Bereichen Engpässe.

von Hans LukasProfil

Waldeck. Kommandant Michael Pinzer berichtete in der Jahreshauptversammlung von aktuell 32 Aktive im Alter von 18 bis 65 Jahren. Zwei Kameraden absolvierten den Motorsägen-, einer einen Atemschutz-Lehrgang. Hier meinte Pinzer, dass im Bereich Atemschutz zusätzlich zu den elf Mann Leute benötigt werden und einige der Kameraden noch die Atemschutzuntersuchung nachweisen müssten. Der Sirenen-Probealarm sei jedes Monat angekommen, die Rückmeldung erfolgt. Pinzer zählte 12 Übungen am Standort für alle Aktiven und 9 für Maschinisten. Drei Mal bewältigten die Kameraden die Atemschutzübungsstrecke in Neuhaus. Besonders erinnerte der Redner an die Großübung im Aribo-Hotel in Erbendorf und die Aktiven-Ehrung im Herbst. Er und sein Stellvertreter Hans Birkner waren bei allen Besprechungen und Veranstaltungen auf Kreisbrandmeister-, Gemeinde- und Kreisebene vertreten.

Hans Birkner und Markus Prechtl werden an einem Atemschutz-Leistungswettbewerb in Vohenstrauß teilnehmen. Auch kündigte Pinzer eine Leistungsabzeichen-Abnahme an. Im Mai beginnen dazu die Übungen. Der Kommandant appellierte an alle, vermehrt an Übungen teilzunehmen. In der Bedarfsmeldung an die Stadt Kemnath werden neue Schutzanzüge und Helme enthalten sein. Abschließend dankte der Kommandant seinem Stellvertreter, dem harten Kern der Truppe, der immer zur Verfügung stehe, der Stadt Kemnath sowie Kreisbrandmeister Alois Schindler für die Zusammenarbeit.

Acht Jugendliche gehören zur Truppe von Jugendwartin Angelika Karl. Für sie standen 17 Übungen in den Bereichen Digitalfunk, Ausrüstung, Verkehrsabsicherung sowie Aufbau eines Löschangriffs an. Am Jugendleistungsmarsch in Löschwitz war eine Gruppe dabei und hat den 16. Platz von 26 Gruppen erreicht. Sechs Anwärter nahmen am Wissenstest in Atzmannsberg teil. Jeremias Wagner und Jonas Hautmann erreichten die Stufe 1, Leon Neuberger und Leandra Wagner Stufe 2, Franziska Hofmann Stufe 3 und Christina Hofmann Stufe 4. Die 283 Einsatzstunden teilen sich auf in 255 für die feuerwehrtechnische Ausbildung und 28 für die Jugendarbeit. Dazu gehörte auch ein Ausflug nach Bayreuth zum Winterdorf.

Für 2018 sind neben den Übungen die Teilnahme an Jugendolympiade und am -leistungsmarsch fest eingeplant. Auch die Modulare Truppausbildung und eine Leistungsprüfung ab 16 Jahre sind vorgesehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Jugendliche ab 16 Jahren an Einsätzen teilnehmen, was ebenfalls ins Auge gefasst wird. Karl dankte allen, die die Jugendgruppe unterstützen. Besonders erwähnte sie Ehrenmitglied Gottfried Hofmann für seine Spende.

Karl kümmert sich ebenfalls um die 12 Kleinsten in der Wehr, den Löschzwergen. Die Treffen werden gut besucht, die Kinder spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt. Sie veranstalteten ein Lichterfest und erhielten kleinere Spenden. 2018 sind neben den monatlichen Treffen ein Grillfest und ein Ausflug geplant. Wunsch der Löschzwerge sind eigene Löschanzüge. Karl dankte auch bei den Eltern der Kinder, die immer unterstützend dabei sind.

Laut Gerätewart Emanuel Merkl sind die Gerätschaften gepflegt, überprüft und dokumentiert worden sind. Angeschafft hat die Wehr drei Led-Lampen, für den Atemschutz zwei zusätzliche Lungenautomaten und verschiedene andere Geräte für den Einsatz. Feuerlöscher wurden ausgemustert und durch Schaum- und Pulverlöscher für Gerätehaus und Fahrzeug ersetzt. Keine Mängel wies das LF 10/6 auf, das im Vorjahr 896 Kilometer zurückgelegt hat. Die Heckpumpe lief 12,25 Stunden, die Tragkraftspritz 2 Stunden. Für den Winterbetrieb mussten Schneeketten gekauft werden.

Die Überprüfung der Elektrogeräte im Gerätehaus und im Fahrzeug hatte Mario Wegmann übernommen. Ihm galt ebenso der Dank wie Merkls Stellvertreter Markus Prechtl.

348 Einsatzstunden

Zweiter Kommandant Hans Birkner berichtete von 3 Brandfälle, 13 technischen Hilfsleistungen, eine Sicherheitswache und 5 sonstigen Einsätzen. Besonders hob er den Brand in Eisersdorf bei minus 20 Grad, den Einsatz beim Nofi-Lauf und die Beseitigung einer Getreidespur auf der B 22 von Waldeck nach Guttenberg hervor. Dabei kamen 348 Einsatzstunden zusammen. Bereits drei Mal kam die neu angeschaffte Wärmebildkamera zum Einsatz. Die Aktiven rief er auf, sich fortzubilden, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Auch sei die Wehr tagsüber manchmal personell etwas knapp aufgestellt, da komme es auf jeden an. (hl)

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