Bernd Dietrich feiert 80. Geburtstag
„Großes Glück gehabt“

Bernd Dietrich (links) freute sich sehr über den Besuch von Bürgermeister Werner Nickl anlässlich seines 80. Geburtstags. Bild: jzk
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Kemnath
16.05.2017
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(jzk) Seit 1953 wohnt Bernd Dietrich in der gleichen Wohnung in einem Baugenossenschaftshaus. Dort fühlt er sich sehr wohl, besonders gefällt ihm der Ausblick zum Rauhen Kulm. Seit den 1950er Jahren hat er die rasante Entwicklung der Stadt Kemnath miterlebt. "Ich möchte nicht woanders wohnen", versicherte er Bürgermeister Werner Nickl, als dieser ihm zum 80. Geburtstag gratulierte.

Der Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr fit und kann sich an viele Begebenheiten in seinem Leben erinnern. Besonders die Bombardierungen während der Kriegszeit und die Vertreibung aus der Heimat haben sich in seinem Gedächtnis eingeprägt. Gleich gilt aber auch für viele positive Ereignisse. "Ich habe in meinem Leben großes Glück gehabt", meint Dietrich.

Zur Welt kam er am 14. Mai 1937 in Goldap in Ostpreußen. Drei Jahre später zog er mit den Eltern, Bruder und Schwester nach Karlsbad. Bei der Aussiedlung kam die Familie über Dresden, Berlin, Kalübbe in Mecklenburg-Vorpommern und Leipzig nach Hof in ein Lager für Aussiedler. Im Februar 1949 landete er mit Mutter und Schwester in Oberbruck. Der Vater und sein Bruder waren zu der Zeit in Gefangenschaft. Ein Jahr lang ging der Jubilar an die Volksschule in Kulmain. Dann kam er in ein Internat in Sulzbach-Rosenberg, um die Realschule zu besuchen. "Der Abschied von meinen Eltern fiel mir sehr schwer."

Den zwei Jahren an der Oberrealschule in Bayreuth schloss sich 1955 die private Handelsschule Ruppert in Weiden an, wo er nach drei Jahren den mittleren Bildungsabschluss machte. 1959 begann er eine Banklehre an der Sparkasse Kemnath. 1962 wechselte er an die Kreissparkasse Bayreuth, wo er bis zum Ruhestand im Jahr 2000 blieb. Seit dem Tod der Mutter im Jahr 1988 lebt er allein. Der Bruder ist bereits verstorben, der Vater schon 1966. Die Schwester ist nach in Plochingen bei Stuttgart gezogen. Ein Neffe seines Bruders ist in Oberbruck. Wandern, Rad- und Mopedfahren waren die Hobbys des 80-Jährigen. Seine Reisen führten ihn sogar zum Nordkap.
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