25.08.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Beschwerden häufen sich - Bürgermeister-Zetlmeisl-Straße in 2018 auf der Agenda Der Anschein trügt

Die Straße ist zu schmal, der Gehsteig nicht durchgängig und es werde gerast. Bereits der Standort, der vor einigen Jahren in der Bürgermeister-Zetlmeisl-Straße errichteten Laternen, lässt den späteren Verlauf eines Gehweges erahnen. Für 2018 steht die Straße, nur auf der Agenda. Beschwerden von Fußgängern, Autofahrern und Anliegern gingen beim Bauausschuss und der Stadtverwaltung ein.

Die Bürgermeister-Zetlmeisl-Straße. Immer wieder sorgt diese für Gesprächsthema, so nun auch im Bauausschuss. Die derzeit vorläufigen Pläne wurden vorgestellt und für äußerst gut erachtet. Randsteine (rechts) und die Inanspruchnahme für ein Bauwerk auf öffentlichem Grund (links) erwecken den Anschein, dass die Straße "krass eng" ist.
von Michael DenzProfil

Anlieger beschwerten sich, dass in der Siedlungsstraße des öfteren zu schnell gefahren wird. Autofahrer klagen, dass die Straße zu schmal ist. Ausweichen sei auf einem langen Teilstück nicht möglich, Fahrzeugführer müssen sich abstimmen, einer dann den Rückwärtsgang einlegen. Auch Fußgänger haben es nicht leicht. Der erhöhte Fahrzeugverkehr durch neue Bauten in der Eisersdorfer-Au und deren umliegender Baugebiete sorgt zudem dafür, dass Fußgänger auf den Grünstreifen ausweiche müssen, wenn sich Autos oder gar Lastern nähern.

Bis an die Asphalt-Kante

Auf einer Länge von rund 300 Metern gibt es auf der 550 Meter langen Straße keinen Gehweg. Jedoch zeigen die Straßenlaternen an, wo der Gehweg verlaufen soll. Durch den Neubau und die frisch angelegten Gärten der neuen Häuser wirke die Straße zudem sehr schmal. "Randsteine sind bis ganz an die Asphalt-Kante gezogen und Zäune errichtet worden", erörterte Heidrun Schelzke-Deubzer Beschwerden, die sie persönlich erreichten. Bürgermeister Werner Nickl erklärte, er habe sich mit dem Bauamt schon vor Ort ein Bild gemacht.

Fest steht, dass ein Mehrparteienhaus der Pfarrer-Pilz-Straße öffentlichen Grund beansprucht, ein Teilbereich der Straße zudem den Anschein erwecke nun "krass eng" zu sein. "Wir haben den Eigentümer bereits mehrfach hingewiesen. Den Gehweg werden und wollen wir frei durchgängig gestalten." An der Gestaltung der Grünanlagen, der Zäune und Randsteine an den dort neu errichteten Häusern gab es keine Klagen oder Vorwürfe, denn diese sind rechtmäßig und baulich in Ordnung.

Breites Vorhaben

Der bebaute Teilbereich der Bürgermeister-Zetlmeisl-Straße werde auf eine Breite von 5,3 Metern, sowie der Gehweg auf eine Breite von rund 1,5 Metern ausgebaut. Zudem werde eine wasserführende Kante von rund 20 Zentimetern Breite eingesetzt.

Im nicht bebauten Teil der Bürgermeister-Zetlmeisl-Straße ist angedacht, einen rund 2 Meter breiten Gehweg auf der Seite der bereits dort errichteten Laternen zu bauen. "Der Verkehr soll dort nicht hineingetragen werden. Den weiteren unbebauten Bereich der Straße müsste und sollte man nicht verbreitern.

Stattdessen sollen zwei Ausweichstellen entstehen", führte Bürgermeister Werner Nickl mit Blick auf die derzeitigen vorläufigen Pläne aus. Grund hierfür ist auch, dass die Brücke über den Schirnitzbach wegen des Straßenausbaus dann auch nicht breiter werde. Zudem würde man schnelles Fahren begünstigen. "Dieses Thema ist nächstes Jahr definitiv auf der Agenda!"

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