08.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Bienenzuchtverein Kemnath startet Kurs für künftige Imker Faszination Bienenvolk

Mit einem Anfängerkurs bietet der Bienenzuchtverein Kemnath und Umgebung den zukünftigen Imkern das notwendige Rüstzeug in Theorie und Praxis, um das Hobby fachgerecht auszuüben. Im Landgasthof Busch hieß Vorsitzender Andreas Schultes den erfahrene Bienenfachwart Josef Seidl vom Lehrbienenstand Eschenbach als Referenten willkommen

Fachwart Josef Seidl (rechts) vom Lehrbienenstand Eschenbach erklärte den angehenden Imkern, was bei der Bienenzucht zu beachten ist. Bild: hrö
von Hans RöschProfil

Die erfolgreiche Gemeinschaft, Bienen und Blumen, sorge seit Jahrmillionen für den Erhalt vieler Pflanzen. Wer die Faszination Bienenvolk einmal erlebt sowie mit Erfolg den ersten Honig geerntet und verkostet habe, werde seinen "Bie" treu bleiben, erklärte Seidl. Ziele des Kurses seien, ein Bienenvolk kennenzulernen, es gut zu führen und vor Schäden durch die Varroa-Milbe oder Krankheiten zu bewahren.

Die Königin könne täglich bis zu 2000 Eier legen, führte der Fachmann aus. Aufgabe der Drohnen sei, die junge Königin zu begatten. Dazu kämen pro Volk während der Überwinterung 10 000 bis 15 000 Arbeiterinnen. Deren Zahl steige im Juni auf bis zu 50 000. Sie alle zusammen bildeten das Naturwunder Bienenvolk. Mit eindrucksvollen Bilder, gewürzt mit eigenen Erfahrungen aus der Praxis, führte Seidl die 13 Jungimker in die Bienenzucht ein. Dabei hörten auch die erfahrenen Imker aufmerksam zu.

An Arbeitsgeräten benötige der Anfänger zunächst Smoker, Schutzausrüstung, Stockmeisel und Abkehrbesen. Die zweckmäßigen Beuten und die Standortfrage für die Völker zur laufenden Arbeit mit den Honigsammlern sollten auch geklärt sein, riet der Referent. Jeder der den Kurs mit Erfolg absolviert hat, bekommt als Mitglied des Kemnather Vereins eine Beute und einen Ableger für den Start zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch steht auch ein Pate zur Seite, der den Neuling zwei Jahre bei der Arbeit begleitet. Ein zweites Volk mit Gesundheitszeugnis mache nicht viel mehr Arbeit, meinte Seidl.

Am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten muss jeder Imker eine landwirtschaftliche Betriebsnummer beantragen. Für die schnelle Behandlung von Bienenseuchen wie die Amerikanische Faulbrut muss das Veterinäramt wissen, wo sich Bienenstände befinden. Die Jungimker warten schon gespannt auf den praktische Teil, der für Samstag, 12. Mai, ab 9 Uhr geplant ist.

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