Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Eisersdorf fordert die insgesamt über 220 ...
Löschen in eisiger Kälte

Schon beim Eintreffen der ersten Wehren stand es voll in Brand: Das landwirtschaftliche Nebengebäude war nicht mehr zu retten. Die zwölf Wehren konzentrierten sich deshalb darauf, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude des Bauernhofes und des dicht bebauten Ortskerns zu verhindern.
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Kemnath
07.01.2017
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Großalarm, große Löschaktion, großer Schaden: Zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens rückten am frühen Nachmittag des Dreikönigstags circa 170 Feuerwehrleute bis aus Oberfranken nach Eisersdorf aus. Ein Nebengebäude, das eine Hackschnitzelheizung beherbergt, brannte komplett nieder.

Eisersdorf/Kemnath. (jma/rca) Sechs Personen, darunter der 51-jährige Landwirt, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Das BRK leistete die Erstversorgung und transportierte einen der Verletzten ins Krankenhaus.

Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf circa 150 000 Euro. Die Brandursache ist bislang unklar, die Kriminalpolizei Weiden hat die Ermittlungen aufgenommen. Von Brandstiftung wird dabei nicht ausgegangen: "Hinweise auf ein etwaiges vorsätzliches Verschulden Dritter haben sich bislang nicht ergeben", teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.

Dorfmitte dicht bebaut

Das Feuer in dem Nebengebäude des Bauernhofes mitten im Ort war am Freitag gegen 13.15 Uhr ausgebrochen. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune voll in Flammen. Die große weiße Rauchsäule war weithin zu sehen. Da sich das Anwesen in der dicht bebauten Dorfmitte befindet und die Gebäude direkt aneinandergrenzen, lag das Augenmerk der zwölf Wehren nicht nur darauf, den Brand zu bekämpfen, sondern auch darauf, das Übergreifen der Flammen unter anderem auf das nahe Wohnhaus zu verhindern.

Bauhof muss streuen

Beides gestaltete sich bei Temperaturen von -10 Grad Celsius jedoch äußerst schwierig: Gefrorenes Löschwasser verwandelte die Einsatzstelle in eine Eisfläche. Deshalb wurde der Kemnather Bauhof zum Streuen angefordert.

Mit vereinten Kräften bekamen die Wehren den Brand schließlich in den Griff. Gegen 17 Uhr war die Arbeit für den Großteil der Einsatzkräfte beendet, nur die Besatzungen von zwei Feuerwehr-Fahrzeugen sowie einige Ehrenamtliche des BRK blieben bei der Brandwache die ganze Nacht vor Ort. Nach Eisersdorf geeilt waren die Feuerwehren Fortschau, Höflas, Immenreuth, Kastl, Kemnath, Kulmain, Kötzersdorf, Neustadt am Kulm, Schönreuth, Speichersdorf, Weidenberg und Zinst.

Dazu kamen über 50 BRKler, darunter Leitender Notarzt Dr. Achim Nemsow aus Mitterteich, das Kriseninterventionsteam - sechs Personen suchten das Gespräch mit den drei Ehrenamtlichen - und drei Schnelle Einsatzgruppen aus dem Landkreis Tirschenreuth: Letztere auch zur Versorgung und Verpflegung der Feuerwehrleute. Angesichts der Minusgrade nahmen diese das Angebot zum Aufwärmen im Zelt und mit Tee gerne an.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1722094
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