18.01.2018 - 15:46 Uhr
KemnathOberpfalz

Bürgerversammlung für Senioren beim Seniorenclub Kemnath Betreutes Wohnen mit im Fokus

Einen Vergleich mit anderen Städten im Landkreis Tirschenreuth braucht Kemnath nicht zu scheuen. Denn die Gemeinde steht laut Bürgermeister Werner Nickl "sehr gut da". Warum das so ist, erklärt er in einer Bürgerversammlung für Senioren.

Viel Zeit nahm sich Bürgermeister Werner Nickl im Kormannsaal, um die Senioren zu informieren. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Dazu hatte der Seniorenclub Rathauschef Werner Nickl am Mittwoch eingeladen. Die Zuhörer verfolgten seine Ausführungen zu einer Powerpoint-Präsentation mit großem Interesse. Zwischen 1. November 2016 und 31. Oktober 2017 seien 55 Neubürger geboren worden, 67 seien verstorben, berichtete der Rathauschef. "Insgesamt 70 Wohnungsanmeldungen mehr als Abmeldungen ergeben mit den Geburten und Sterbefällen eine deutliche Steigerung der Einwohnerzahl auf derzeit 5425 Einwohner", freute er sich über die positive Bevölkerungsentwicklung. Die Arbeitsplatzsituation sei nach wie vor ausgezeichnet. Die Zahl der Erwerbslosen liege mit 102 Personen auf einem absoluten Tiefstand. "Allerdings ist die Schließung des Milchhofes in drei Jahren ist für uns sehr schmerzlich."

Da die Kindertagesstätte aus allen Nähten platze, wäre eine Erweiterung notwendig, um Betreuungsplätze zu sichern, meinte der Redner. Aufgrund des Baubooms müsse möglichst bald ein neues Baugebiet ausgewiesen werden. In der Berndorfer Straße und am Seeleitenpark entstünden Wohnanlagen. Mit den Bauten von Senivita "Hinter dem Kloster" und der Erweiterung des BRK-Seniorenzentrums Haus Falkenstein gebe es weitere Angebote für seniorengerechtes Wohnen. "Die Stadt Kemnath unterstützt diese Bauvorhaben, weil für betreutes Wohnen und vor allem auch Kurzzeit- und Tagespflege in hohem Maße Bedarf besteht", versicherte Nickl. Er ging auch auf den Kreisverkehr bei der Firma Hegele ein, der sich bestens bewährt habe. Trotz sinkender Schülerzahlen in der Grund-, Mittel- und Realschule werde Kemnath seiner Rolle als zentrale Schulstadt weiterhin gerecht, betonte der Bürgermeister.

Ausführlich ging Nickl auf die geplanten Investitionen für 2018 ein. Dabei nannte er die Fortsetzung der Rathaussanierung (Kosten 5,2 Millionen Euro), Umbau der Kläranlage von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung, Erneuerung der Wasserversorgung in Schönreuth, Brauhausareal, Verlegung von SVSW- Sportheim und Sportplätzen in die Schulsportanlage, Sanierung und Umbau des Lenzbräu-Gebäudes in ein Bürgerhaus sowie das Dorfgemeinschaftshaus in Schönreuth. Bei der Altstadtsanierung soll im Bereich des ehemaligen Dietl-Anwesens der innerstädtische Grüngürtel fertiggestellt werden. Sehr stolz ist Nickl auf das Familienförderungsprogramm, das seiner Meinung nach viele auswärtige Bauherren anlockt. "Dazu gehören das Begrüßungsgeld für Neugeborene, Müllsäcke, Baukindergeld und die Baugrundstückskaufpreisermäßigung." Die Mitfahrerbänke könnten noch besser angekommen werden, wünschte er sich.

Die Proben für die sechs Aufführungen der "Kemnather Passion 2018" seien in vollem Gang. "Diesmal werde ich auch wieder im Hohen Rat mitspielen."

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