07.08.2017 - 17:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Christiane von Sobbe übergibt Dauerleihgaben an das Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum Mit Initialen und Wappen

Mehrere Dauerleihgaben aus dem Nachlass der Freifrau von Lindenfels überlässt Christiane von Sobbe dem Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum. Die Bayreutherin ist seit langem Mitglied im Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreis Kemnath und Umgebung (HAK).

HAK-Vorsitzender Hans Rösch nahm dankbar die Dauerleihgaben aus den Händen von Christiane von Sobbe entgegen. Bild:jzk
von Josef ZaglmannProfil

In Vertretung von Museumsleiter Anton Heindl nahm HAK-Vorsitzender Hans Rösch zwei Trinkgläser mit Initialen und Wappen, einen ausgeteerten Holzkrug und ein Holzkästchen mit der Freiherren-Krone entgegen. Außerdem durfte Rösch Tagelöhner-Register, Arbeitstagebücher aus den Jahren 1897 bis 1899 und Haushaltsbücher aus dem Schloss Wolframshof in Empfang nehmen. Auch ein Mantel, zwei Mützen, ein Koppel (Gürtel) vom letzten Baron von Lindenfels und ein Foto von Max Wolf, Freiherr von Lindenfels, werden im Kemnather Museum einen Ehrenplatz erhalten.

Von Sobbe ist verwandt mit Friedrich-Werner Graf von Schulenburg, der im Dritten Reich deutscher Botschafter in der Sowjetunion war. In dieser Funktion trat er für eine Verständigung zwischen Deutschland und der UdSSR ein und war maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts vom August 1939 beteiligt. Bis zuletzt versuchte er, den deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 zu verhindern.

Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 10. November 1944 in der Hinrichtungsstätte des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee erhängt. In den 1930er Jahren hatte Schulenburg die Burg Falkenberg erworben. Er ließ sie sanieren und als Altersruhesitz einrichten.

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