31.07.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

CSU-Bürgergespräch in Kötzersdorf Fahrbahnschweller im Weg

Zu besprechen gibt es einiges in der Versammlung, zu der der CSU-Ortsverband Bürger eingeladen hat. Dabei gehen bei den Fahrbahnschwellern die Meinungen selbst unter den zahlreichen Zuhörern auseinander.

Ortssprecher Hans Prieschenk (stehend) leitete die rege Diskussion, bei der Bürgermeister Werner Nickl (rechts neben ihm) den Bürgern in Kötzersdorf Rede und Antwort stand. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Kötzersdorf. Ihnen standen im Landgasthof Busch die CLU- und CSU-Stadträte sowie Bürgermeister Werner Nickl Rede und Antwort. Zunächst ging Ortssprecher Hans Prieschenk auf die Breitbandversorgung ein. So seien die Ortsteile Löschwitz, Höflas, Oberndorf, Kötzersdorf/Haunritz, Berndorf, "Am Galgen" in Kemnath, Eisersdorf, das Neubaugebiet Eisersdorfer Au, Kuchenreuth, Atzmannsberg, Schweißenreuth, Guttenberg und Hopfau mittels Glasfaserkabel mit 30 000 bis 50 000 Kilobit pro Sekunde erschlossen worden. Im Gewerbegebiet "Kemnath West II" sowie im gesamten Gewerbegebiet Hammergraben seien über 100 000 Kilobit pro Sekunde möglich. Der Freistaat Bayern hat laut Prieschenk dazu einen Förderhöchstbetrag von 880 000 Euro bei einer Förderung von 80 Prozent zur Verfügung gestellt. Das heiße: Die Investitionssumme könne 1,1 Million Euro betragen. Es seien Fördermittel in Höhe von 672 418 Euro in Anspruch genommen worden.

Für rege Diskussionen sorgten die Verkehrsschilder "Anlieger frei" an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Oberndorf und Höflas. Einige Landwirte protestierten vehement gegen die Fahrbahnschweller, die in Oberndorf auf der Fahrbahn zur Verkehrsberuhigung angebracht wurden. Bewohner von Oberndorf, die diese beantragt hatten, sprachen sich jedoch dafür aus. In diesem Zusammenhang gab Nickl bekannt, dass der Kreisverkehr an der Hegele-Kreuzung bis Ende August fertiggestellt sein soll.

Für den Radweg von Oberndorf nach Wirbenz beginnt nach der Erntezeit die Bauphase. Sie soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. "In kleinen Dörfern dürfen keine großen Wohnsiedlungen (Schlafsiedlungen) entstehen", meinte der Bürgermeister beim Thema "Bauen auf dem Lande". Bei einem Bauantrag komme es immer auf den Einzelfall an.

Die Dorfsanierungen in Oberndorf erfolgen schrittweise durch Eigeninitiative der Bürger in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Kemnath. Bei den Dorferneuerungen in Löschwitz und Kaibitz erstellt das Amt für Ländliche Entwicklung ein nachhaltiges Konzept für eine einfache oder eine umfassende Dorferneuerung. "Diese Baumaßnahmen dauern länger", erklärte Nickl.

Bezüglich des Umbaus der Kläranlage hatte er eine gute Nachricht. Durch die Erhöhung der Kapazitäten und die Kostenbeteiligung der Unternehmen auf freiwilliger Basis könne die Stadt bei der Umrüstung auf eine Ausfaulanlage mit eigener Stromerzeugung (Kosten 4,2 Millionen Euro) höchstwahrscheinlich auf eine Erhöhung der Ergänzungsbeiträge verzichten. Die Tragfähigkeit der Brücken und die Sicherheit der Geländer am Bach durch Eisersdorf sollen überprüft werden.

Beim Thema "Gleichstromtrasse" erläuterte Nickl die vier Trassenvorschläge von Tennet. "Die Vorzugstrasse verläuft östlich von Tirschenreuth", gab er bekannt. Die erste Alternativtrasse würde zwischen Oberndorf und Schlackenhof verlaufen. Die politischen Mandatsträger setzten sich weiterhin für eine Route entlang der Autobahnen ein. "Die Entscheidung über den Trassenverlauf wird erst in etwa eineinhalb Jahren fallen", betonte Nickl. Erst dann beginne das Planfeststellungsverfahren. In der Diskussion wurde auf die Stellungnahmen des Bauernverbandes hingewiesen.

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