12.04.2017 - 18:28 Uhr
KemnathOberpfalz

Deutscher Rennrodler kommt zum Nofi-Lauf nach Kemnath Selfie mit dem Hackl-Schorsch

Welcher Stargast beim Nofi-Lauf den Puls in die Höhe schießen lässt, bleibt nicht länger ein Geheimnis: Der Vertrag mit Rodel-Legende Georg Hackl steht. Auch, wenn sich der dreifache Olympiasieger noch nicht so genau über seinen Auftritt informiert hat, ist für ihn schon klar: Für Selfies ist er immer zu haben. Und dank Google-Maps weiß er zumindest schon, wo Kemnath liegt.

Über so ein Selfie kann sich am 24. Mai nicht nur Georg Hackl freuen. Der Rennrodler kommt nach Kemnath zum Nofi-Lauf und verspricht schon jetzt Autogramme und Fotos mit den Fans. Bild: dpa
von Anne Spitaler Kontakt Profil

Georg Hackl ist am Mittwochnachmittag gut gelaunt, als er sich per Telefon in unserer Redaktion meldet. Er scherzt und nimmt sich Zeit, die Fragen zu beantworten. Dass er am 24. Mai beim Nofi-Lauf in Kemnath als Stargast auftritt, weiß er schon - mehr aber noch nicht.

Nicht zum Läufer geboren

Zwei bis drei Termine pro Woche stehen im Kalender des berühmten deutschen Rennrodlers, der dreimal olympisches Gold, zehn Weltmeistertitel, sieben Europameistertitel und 33 Weltcupsiege errodelt hat. "In der Regel, wenn ich wohin fahre, bereite ich mich drei bis vier Tage oder eine Woche vorher vor", entschuldigt sich der 50-Jährige. Und der Nofi-Lauf in Kemnath sei ja erst im Mai. Die Frage, ob er in Kemnath selbst mitlaufe, verneint er. "Ich laufe nicht mit, weil ich erstens nicht zum Läufer geboren bin, habe ich nicht vom Herr Gott mitgekriegt." Und zweitens sei er von seiner aktiven Zeit im Leistungssport "soweit geschädigt, dass ich nicht einfach sagen kann, ich gehe mal joggen". Oft hat Hackl Schmerzen, wenn er morgens aufsteht. "Ich beneide jeden, der joggen kann. Aber ich verlege meine Körperleistung auf das Fahrrad."

Für diejenigen, die beim Nofi-Lauf teilnehmen, hat der "Schorsch" einen Tipp, wie sie sich mental vorbereiten sollten, damit sie letztendlich ein Erfolgserlebnis haben: "Ich muss mir selbst erreichbare Ziele setzen. Je größer der Ehrgeiz, desto größer ist die Gefahr, daran zu zerbrechen." Am besten sei es, wenn sich die Sportler wohlfühlen bei ihrer Tätigkeit, wenn "dieses Flowerlebnis kommt, dass es von selbst geht". "Wenn man mit nicht so hohen Erwartungen reingeht, dann ist das meistens so, dass diese Erwartungen mühelos erfüllt werden können", weiß Hackl.

Ob die Nofi-Lauf-Teilnehmer dann alle das Ziel beim Siemens-Gelände erreichen, sieht Hackl spätestens bei der Siegerehrung. Auch während des Laufes ist er dort, gibt Autogramme und macht Selfies mit den Fans. Fotos seien mittlerweile begehrter. Im Kemnather Land war der 50-Jährige aus Berchtesgaden vorher noch nie. Ob er weiß, wo es liegt? "Kemnath ist doch nördlich von Grafenwöhr - zwischen Weiden und Bayreuth", erzählt er ziemlich überzeugend. Seinen Geografiekenntnissen hat er jedoch während des Interviews mit Hilfe von Google-Maps auf die Sprünge geholfen. In der Nähe war er aber schon: "Vor zwei Jahren war ich in Hirschau, und ich werde wieder hinkommen." Mit Vertretern des Fachverbands Biogas hat er sich über das Freibad informiert, das mit einer Biogasanlage geheizt wird. "Ich setze mich für den Ausbau der Biogasnutzung ein, weil ich das für vernünftig halte."

Zuvor im Klinikum

Biogas ist aber nicht das einzige, wofür sich Hackl engagiert. "Organspende ist eine wichtige Sache." Er selbst hat einen Organspende-Ausweis. "Ob man meine alte Leber noch nehmen kann, weiß ich nicht", scherzt er. Aber so könne er nach dem Tod noch helfen. "Dann hat das Ableben einen Extra-Sinn." Als Botschafter für Organspende ist Georg Hackl deshalb am Tag des Nofi-Laufes, 24. Mai, um 13.30 Uhr in der Cafeteria des Weidener Klinikums zu hören. Auf dem Podium sitzen laut Organisator Norbert Tannhäuser Georg Hackl, Franziska Liebhardt (deutsche Leichtathletin im Behindertensport), Professor Karl-Heinz Dietl (Kliniken Nordoberpfalz AG), Xaver Bayer (Koordinierungsstelle für Organspende) und Gerd Schönfelder (deutscher Ski-Rennfahrer).

Nofi-Lauf

Der Nordoberpfälzer Firmenlauf, kurz Nofi-Lauf, ist für das Jahr 2017 in Kemnath geplant. Mit mehreren Geschichten aus dem Kemnather Land wollen wir unsere Leser auf das größte Sportereignis der Region am 24. Mai vorbereiten. Anmeldungen sind noch bis zum 8. Mai 2017 möglich. (spi)

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