31.08.2016 - 02:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Douglas Trueman aus Ohio steht an der Spitze der Kemnather Grünen-Fraktion Kemnather Way of Life

Der Nachwuchs braucht ein anständiges Erbe. Douglas Trueman schweben dabei eine gesunde Natur, Sonnenanlagen und Windräder vor. Im Vorstand der Grünen setzt sich der Amerikaner für diese Ziele ein.

Gerade einmal sechs Monate in Deutschland und schon an der Fraktionsspitze der Grünen: Dem Amerikaner Douglas Trueman liegt der Umweltschutz am Herzen. Bild: hfz
von Marion Espach Kontakt Profil

Der 55-Jährige hat es schnell an die Spitze der Grünen- Fraktion des Kreisverbands Kemnath geschafft. Im Februar 2016 zog er von Ohio nach Deutschland, nur ein Monat später gehört er zu den Vertrauensleuten seiner grünen Parteifreunde. "Einige kannte ich schon, bevor ich nach Kemnath kam", erklärt er.

Lange Freundschaft

Dazu gehört auch Landschaftsgärtner Stefan Zaus. Kennengelernt haben sich die Männer, als Zaus noch als Lehrling im Botanischen Garten Ohios angestellt war. "Und ich habe damals für die Stadt gearbeitet", erinnert sich Trueman. Heute ist er als Teilzeitkraft in Zaus' Landschaftsgärtnerei angestellt. Die zwei verbindet aber nicht nur das Arbeitsverhältnis, sondern auch ein freundschaftliches. "Stefans Sohn ist sogar mein Patenkind." Zwischen Umweltschutz und Energiewende findet der Auswanderer noch Zeit, im Männerchor "Liedertafel" zu singen. "Außerdem habe ich hier viele Freunde, mit denen ich unterwegs bin." So fühle er sich nicht einsam, auch wenn seine 80-Jährige Mutter in Michigan und die beiden Brüder in den USA leben. "Nächstes Jahr wollen sie mich mal besuchen kommen."

Zweite Heimat

Zwar geht es für Truemans Geschmack auf den deutschen Straßen etwas zu schnell zu, ansonsten fühlt er sich in der neuen Heimat aber wohl. "Wobei mir Kemnath manchmal etwas zu klein ist", gibt er zu. Müsste er umziehen, fiele seine Wahl auf Nürnberg. "Oder Regensburg, diese Stadt liebe ich."

Egal wo er wohnt, Verständigungsschwierigkeiten dürfte er nirgends haben - 20 Jahre Deutschlandbesuche sei Dank. Außerdem hat er an der Universität in Ohio einen Abschluss in Deutsch gemacht. "Ich habe also schon eine Verbindung zu diesem Land gehabt." Der Gedanke, nach Deutschland zu ziehen, beschäftigte ihn lange. Diesen Schritt tatsächlich gewagt zu haben, sei für ihn ein großes Abenteuer. Als nächstes geht es für den Amerikaner nach Budapest, anschließend nach Spanien. "Nur zum Urlaub machen, ich komme wieder zurück", lacht er.

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