08.05.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Ehrung für langjährige aktive Kemnather Feuerwehrmänner Permanent in Alarmbereitschaft

Insgesamt 575 Jahre stehen 20 Floriansjünger der Stadt Kemnath bereits im Dienste der Allgemeinheit. Sie opfern viel Zeit für die Übungen und Einsätze, setzen unter anderem auch ihr Leben und die Gesundheit aufs Spiel. Ihnen ist die Feierstunde am Florianstag gewidmet.

Die Geehrten für 40 Jahre: Johann Steinkohl, Johann Schrembs, Johann Heindl und Alfons Bauer mit Bürgermeister Werner Nickl, Landrat Wolfgang Lippert, Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandmeister Alois Schindler, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Florian Braunreuther (Elfter, von links) sowie die für 25 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichneten.
von Michael DenzProfil

(mde) Laut Medienberichten stellten sich immer weniger in den Dienst am Nächsten. "Ich sehe das in unserer Gegend aber nicht so", widersprach Kemnaths Stadtoberhaupt Werner Nickl dieser These. Für ihn seien die Feuerwehren der Stadt "gut aufgestellt und starke Stützen", auf die er sich verlassen könne. Nickl betrachtete die Ehrung als "ein kleines, aber besonderes Zeichen des Dankes für verdiente Feuerwehrleute", die sich Tag für Tag zur Sicherheit der Bevölkerung einsetzen.

Für Landrat Wolfgang Lippert ist jede einzelne Feuerwehrehrung immer etwas Besonderes. Unter den Jubilaren für 25 Jahre Einsatz seien einige, die er als Schüler unterrichtet habe, stellte der ehemalige Lehrer fest. "Eine Ehrung am Florianstag ist ein guter Zeitpunkt.", merkte er an. Feuerwehren hielten die Aktivitäten im Gesellschaftsleben aktiv.

Unvorsehbare Gefahren

"Ihr müsst permanent gewappnet sein, denn von der einen auf die andere Sekunde werdet ihr aus dem Alltag gerissen, um zu helfen, wo es Hilfe braucht. Was ihr da teilweise erlebt, mitmacht und leisten müsst, ist beachtlich", betonte der Landrat. Fortlaufend müssten die Floriansjünger sich weiterbilden. "Biogasanlagen, Photovoltaik und nun Elektroautos. Ihr seid im Einsatzalltag diesen und noch vielen weiteren, unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt."

Den Nachwuchs und deren Gewinnung erachtete der Landrat als äußerst wichtig. Jugendliche seien leicht durch Technik, wie sie auch die Brandschützer benötige, zu begeistern. "Am wichtigsten sind aber die Leute. In beiden Aspekten sind die Stadt Kemnath sowie der Landkreis aber gut aufgestellt." Von Lippert, Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, den Kreisbrandmeistern Florian Braunreuther und Alois Schindler sowie Bürgermeister Nickl erhielten Matthias Reger (Löschwitz-Kaibitz), Peter Merkl, Werner Busch sowie Michael Prieschenk-Busch und Rainer Birkner (Atzmannsberg-Köglitz), Michael Klugmann, Christian Lukas, Helmut Tausch, Martin Hofmann und Mario Wegmann (Waldeck), Wolfgang Veigl, Armin Reger(Kötzersdorf), Jürgen Braunreuther (Höflas) sowie Stefan Schiedlofsky und Michael Schreyer (Kemnath) Ehrenabzeichen in Silber sowie eine Urkunde des bayerischen Staatsministeriums. Alfons Bauer, Josef Frank (Löschwitz-Kaibitz), Johann Schrembs (Waldeck) sowie Johann Reindl und Johann Steinkohl (Guttenberg) bekamen für ihre 40-jährige Dienstzeit die goldenen Ehrenabzeichen angesteckt und eine Urkunde überreicht.

Zudem erhielten die Fünf je einen Gutschein für einen einwöchigen Urlaub im Feuerwehrerholungsheim "St. Florian" in Bayerisch Gmain. "Die Stadt Kemnath toppt die Reise und legt 50 Prozent der Kosten für die Ehefrau der Geehrten oben drauf", verkündete Nickl. Wührl regte an, dass alle Geehrten zudem die goldene Ehrenamtskarte erhalten werden. Die Kommandanten Peter Denz (Kemnath), Johann Steinkohl und Alexander Pühl (Guttenberg), Florian Müller und Peter Weismeier (Höflas), Markus Nickl (Kötzersdorf), Michael Pinzer und Hans Birkner (Waldeck), Richard Prieschenk (Atzmannsberg-Köglitz) und Matthias Reger (Löschwitz-Kaibitz) gratulierten ihren Aktiven ebenfalls. Wührl gab bekannt, dass in den nächsten Wochen das Gesetz beschlossen werde, aufgrund dessen man bis zum 65. Lebensjahr Feuerwehrdienst leisten darf.

"Die Bevölkerung weiß, wenn sie die Feuerwehr braucht, dann kommt sie. Doch was ist, wenn es in ein paar Jahren nicht mehr so ist?", merkte der Kreisbrandrat mit Blick auf Regionen mit Nachwuchsproblemen, an.

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