05.03.2018 - 17:56 Uhr
Kemnath

Eiseinbruch in Fortschau erweist sich als Fehlalarm [Aktualisierung] Schuhfund löst Suchaktion aus

Es ist glücklicherweise nur ein Fehlalarm: Am Montagnachmittag müssen Rettungskräfte aus der ganzen Region zu einem Großeinsatz nach Fortschau ausrücken. Für einen Weiher besteht der Verdacht, dass ein Mensch auf der Eisfläche eingebrochen ist.

von Holger Stiegler (STG)Profil

(stg/luk) Der Besitzer mehrerer Fischweiher in Fortschau hat schnell und richtig reagiert: Beim Spaziergang gegen 14 Uhr hat er ein schwimmendes Paar Schuhe im eisfreien Zufluss zu einem seiner Gewässer entdeckt. Außerdem stellte er Fußspuren auf der Eisfläche fest, die sich im Schnee der vergangenen Tage abgezeichnet hatten. Sie führten von einem Steg aus bis zu einer rund vier mal zwei Meter großen eisfreien Stelle.

Eine stattliche Anzahl verschiedener Rettungskräfte aus der Region war in kurzer Zeit vor Ort - Beamte der Polizeiinspektion Kemnath, Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppen Kemnath, Eschenbach und Waldsassen, Kameraden der Feuerwehren Kemnath, Fortschau-Kuchenreuth und Immenreuth sowie BRK-Rettungsdienste aus Kemnath und Erbendorf samt Notarzt. Ein Zugang von der Uferseite war den Einsatzkräften aufgrund der Eisstärke nicht möglich. Zum Einsatz kam daher unter anderem der Rettungskahn der Kemnather Brandschützer. Mehrere Einsatzkräfte rückten mit Pickeln und Motorsägen der zehn bis 15 Zentimeter starken Eisdecke zu Leibe, um einen stattlichen Teil der Wasserfläche freizulegen. Diesen suchten Taucher der Wasserwacht ab. Insgesamt umfasst der Fischweiher ein Fläche von etwa 2000 Quadratmeter bei einer Tiefe zwischen 60 und 120 Zentimetern.

Die Polizei hatte mittlerweile eine Anwohnerbefragung gestartet. Ergebnis: Weder ein Kind noch ein Erwachsener galten als vermisst. Bald zeichnete sich bei den weiteren Einsatzkräften leichte Entspannung ab, da sie nichts entdeckten, was auf einen tatsächlichen Eiseinbruch hindeutete.

Um aber wirklich sicher zu gehen, gingen Mitglieder der Wasserwacht den freigelegten Teil des Weihers auch ab. Da dies ohne Ergebnis verlief, wurde die Suche gegen 16.30 Uhr eingestellt

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