06.03.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Elfriede Boll gibt Amt der Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Waldeck ab VdK braucht neuen Chef

Nach einer Amtszeit gibt Elfriede Böll das Amt der Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Waldeck ab. Für ihren Schritt gibt sie gesundheitliche Gründe an. Jetzt beginnt die Suche nach einem Nachfolger.

VdK-Kreisvorsitzender Georg Brand (links) und Ortsvorsitzende Elfriede Böll (rechts) gratulierten Hans Prieschenk, Andreas Reger, Wolfgang Bothner und Johann Kaiser (von links) zu ihren Jubiläen. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Waldeck. "Die Neuwahlen finden zu einem späteren Zeitpunkt statt", kündigte Ortsvorsitzende Elfriede Böll im Gasthaus "Zur Post" an. Bis zur Jahreshauptversammlung war die Suche nach einem neuen Vorsitzenden ohne Ergebnis verlaufen. Kreisvorsitzender Georg Brand wandte sich daher an die Mitglieder. "Ohne den Einsatz des VdK-Ehrenamts, wie hier im Ortsverband Waldeck, würde der VdK verkümmern." Daher appellierte er an die Versammlungsteilnehmer, Posten im Vorstand zu übernehmen: "Sonst ist der Fortbestand des Ortsverbandes Waldeck gefährdet."

Mit Brand nahm Böll die Ehrungen sechs langjähriger Mitglieder vor. Harald Spiegl aus Mehlmeisel und Johann Kaiser aus Schweißenreuth sind seit 15 Jahren beim VdK. Andreas Reger (Köglitz) und Heinrich Dworzak (Waldeck) sind dem Sozialverband vor 20 Jahren beigetreten. Seit 30 Jahren halten ihm Wolfgang Bothner (Köglitz) und Johann Prieschenk (Atzmannsberg) die Treue. Nach der Totenehrung für Karl Schraml, Elisabeth Schraml, Max Götz, Johann Etterer und Andreas Schindler trug die Vorsitzende ihren Rechenschaftsbericht vor. Aktuell zähle die Gemeinschaft 104 Personen. Weiter erwähnte die Rednerin 7 Kranken- und 28 Geburtstagsbesuche, 34 Mitglieder erhielten zu Weihnachten ein kleines Geschenk. Die Haussammlung erbrachte 1036 Euro. Böll dankte daher allen Sammlern und Spendern sowie Ortsfrau Roswitha Steiner.

Nach dem Bericht von Kassier Willi Prieschenk nannte Brand Zahlen. So sei 2017 die Mitgliederzahl in Bayern auf 670 000 gestiegen, in der Oberpfalz seien es über 63 000 Mitglieder. Täglich hatten sich im Schnitt 112 Menschen entschieden, dem Sozialverband beizutreten. Der Kreisverband sei nach 370 Neuaufnahmen auf 5589 Personen angewachsen.

In der Kreisgeschäftsstelle in Wiesau erfolgten im Vorjahr 4436 Beratungen. Es seien 748 Anträge gestellt, 229 Widersprüche eingelegt und 64 Klagen eingereicht worden. Die erwirkten Nachzahlungen, Beihilfen und Zuschüsse summierten sich auf 436 894 Euro. Daher riet Brand: "Macht einen Termin in Wiesau und lasst euch fachmännisch beraten, wenn ihr Fragen oder Probleme habt."

2018 werde sich der VdK besonders in den Sozialrechtsgebieten Rente, Gesundheit, Behinderung und Altersarmut einsetzen und enormen Druck auf die Politiker ausüben, versprach der Redner. Auch bei Barrierefreiheit, Pflegeversicherung, Pflegekosten und Altersarmut bestehe enormer Handlungsbedarf. "Wir wissen, dass viele alte Menschen aus Scham keine Grundsicherungsleistungen beantragen oder sich mit schlecht bezahlten Minijobs ihre magere Rente aufbessern", erklärte der Kreisvorsitzende. Sie lebten zurückgezogen und sparten an Heizung, Strom, Lebensmitteln und Medikamenten auf Kosten der Gesundheit.

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