05.03.2018 - 13:44 Uhr
Kemnath

Erste Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft Schönreuth/Neusteinreuth Es kann losgehen

Das Projekt "Dorfgemeinschaftshaus Schönreuth" nimmt konkrete Formen an. "Die Zustimmung der Stadt Kemnath ist eingeholt und die Vorentwurfsplanung ist abgeschlossen", verkündet Vorsitzender Thomas Heining.

„Wir haben die Kosten so kalkuliert, dass wir auf der sicheren Seite sind“ betonte erster Vorsitzender Thomas Heining bei der ersten Jahreshauptversammlung.
von Josef ZaglmannProfil

Schönreuth. Im Januar 2017 hatten 44 Bürger aus Schönreuth, Neusteinreuth und Anzenberg einen Verein gegründet (wir berichteten). Dessen Zweck ist laut Satzung die Förderung der Jugend- und Altenhilfe und die Heimatpflege. Vorrangiges Ziel ist der Bau eines Feuerwehr- und eines Dorfgemeinschaftshauses.

"Die Stadt Kemnath wird euer Projekt Dorfgemeinschaftshaus voll unterstützen", hatte Bürgermeister Werner Nickl in der Gründungsversammlung versprochen. Alle ortsansässigen Vereine sollten mit einbezogen werden, damit alle das neue Dorfgemeinschaftshaus nutzen könnten. So könnte auch das gewohnte Dorfleben nicht nur aufrechterhalten, sondern bereichert werden. Inzwischen hat die Stadt Kemnath in der Nähe des Kinderspielplatzes ein Grundstück erworben, auf dem das Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden kann.

"Derzeit haben wir 43 Mitglieder", teilte Vorsitzender Thomas Heining in der ersten Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft im Gasthaus Bauer mit. In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte er 15 Vorstandssitzungen, Infoveranstaltung mit Gründung eines Bauausschusses, Osterfeuer, Nepomuk-Fest, die beiden Johannisfeuer sowie zahlreiche Arbeitseinsätze auf dem Baugelände.

Nachdem die Zustimmung der Stadt vorliege und die Vorentwurfsplanung abgeschlossen sei, werde derzeit der Eingabeplan erstellt. Dieser werde dann dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. "Bis jetzt verläuft alles planmäßig", freute sich Heining.

Die Finanzierung ohne Lohnkosten ist gesichert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 240 000 Euro. "Von der Stadt Kemnath erhalten wir 140 000 Euro", berichtete Heining. Der Zuschuss für das Feuerwehrhaus beträgt 57 000 Euro. Von der Feuerwehr, den Jagdgenossen, vom Schnupferclub und durch private Spenden erhoffen sich die Verantwortlichen 43 000 Euro. "Wir haben die Kosten so kalkuliert, dass wir auf der sicheren Seite sind", betonte der Vorsitzende. Um die Lohnkosten möglichst niedrig zu halten, sei viel Eigenleistung erforderlich. Dem Kassenbericht von Kerstin Müller stimmte Revisor Ottmar Bothner zu.

Ausführlich besprach Heining die Pläne für das Dorfgemeinschaftsprojekt. Seitens der Mitglieder gab es keine Einwände, wohl aber einige Anregungen. In Kürze beginnen die Arbeiten auf der Baustelle. "Wer Aushub kostenlos haben möchte, soll sich bei uns melden", erklärte Heining. "Bei geringer Entfernung übernehmen wir sogar den Transport." In der Jahresplanung für 2018 schlug er ein Osterfeuer am 31. März vor.

Nur Gaststätte als Versammlungsort

Joseph Mauerer hatte vor über einem Jahr den Bau ausführlich begründet: "Außer einer kleinen Feuerwehrgarage haben wir kein öffentliches Gebäude. Das Feuerwehrgerätehaus ist in einem schlechten Zustand und entspricht nicht mehr den geltenden Vorschriften. Dort gibt es keinen Schulungsraum, keine Toiletten und keinen Lagerraum." Das Feuerwehrauto müsse zuerst aus der Garage gefahren werden, bevor sich die Mannschaft umziehen kann. Vereinsversammlungen, kirchliche und weltliche Feste oder Versammlungen der politischen Parteien fanden bisher im Dorfgasthaus statt. "Unser Dorf braucht einen Raum für Versammlungen mit etwa 70 Sitzplätzen und ein Feuerwehrhaus nach den heutigen Bestimmungen", forderte Mauerer. Ein Dorfgemeinschaftshaus und ein neues Feuerwehrhaus seien dringend notwendig. (jzk)

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