09.04.2018 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Erstkommunion in der Pfarrei Kemnath Jesus als Brücke

Für das Motto der Erstkommunion betätigen sich elf Mütter und Väter als Baumeister. Fertigstellungstermin für ihre Brücke ist der Weiße Sonntag.

Vor dem Festzug vom Gesellenhaus zur Stadtpfarrkirche versammelten sich die 24 Erstkommunikanten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in ihren festlichen Kommuniongewändern mit Stadtpfarrer Konrad Amschl (rechts) und Gemeindereferent Jochen Gößl (links) zu einem Gruppenbild. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

14 Jungen und 10 Mädchen feierten diesen Sonntag in der Stadtpfarrkirche ihre Erstkommunion. Sie stand unter dem Motto "Jesus - die Brücke ins Leben". Symbolisch hatten die Tischmütter und -väter dafür eine Holzbrücke entworfen, gebaut sowie zwischen Volksaltar und Kanzel aufgestellt. Am Geländer hatten die 24 Erstkommunikanten ihren Steckbrief mit Bild befestigt. In fünf Tischgruppen hatten neun Tischmütter und zwei Tischväter die Drittklässler monatelang auf die Aufnahme in die Tischgemeinschaft der Pfarrgemeinde vorbereitet.

Diese machten mit dem ersten Empfang des Leibes und Blutes Christi einen weiteren Schritt in der Gemeinschaft mit Jesus, betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl. "Wir Menschen brauchen die Beziehung zu dem Anderen, aber leider zerstören wir dieses Miteinander immer wieder", lautete ein Kyrieruf. Jesus helfe, diese Gräben zu überwinden und Brücken zu den Mitmenschen zu bauen.

Als Zwischengesang stimmte die Kolpingband "Brückenbauer" unter Leitung von Andrea Kick das Mottolied "Über viele Brücken musst du gehen, manchmal schwere Stunden überstehn" an. Nach dem Evangelium deuteten sechs Erstkommunionkinder bei einem Sprechspiel das Symbol der Brücke. Dazu brachten sie Gegenstände wie Maßband, Wasserwaage, Mauerkelle, Bibel, Hostienschale und Kelch vor den Volksaltar und erklärten deren sinnhafte Bedeutung.

"Bei eurer Taufe wurdet ihr mit Wasser getauft als Zeichen, dass Gott euch alle Fehler verzeiht", erklärte der Geistliche den Erstkommunikanten vor der Erneuerung des Taufversprechens. Die Fürbitten sprachen vier Kommunionkinder und ein Vater. Bei der Gabenprozession gingen sechs Buben und Mädchen näher auf die Bedeutung von Kreuz, Messbuch, Tischkerze, Hostienschale, Kelch und Wasserkännchen ein.

Zum gemeinsam gebeteten Vaterunser stellten sich die Kommunionkinder im Altarraum im Kreis auf und reichten sich die Hände. Nach dem Empfang der heiligen Kommunion sprachen Eltern und Paten ein Gebet. Mit dem Lied "Wir machen uns auf den Weg" endete die feierliche Messe.

Bei der Dankandacht gaben die Kommunionkinder ihr Diasporaopfer ab. Am Montag starteten sie mit den Kommunionkindern aus Kastl und Waldeck, den Geistlichen Konrad Amschl und Heribert Stretz sowie dem Gemeindereferenten Jochen Gößl zum Kommunionausflug nach Regensburg. Höhepunkte waren die Domführung und die Schifffahrt. Auf der Rückfahrt feierten sie einen Gottesdienst im Haus Johannisthal.

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