Feuerwehr Fortschau-Kuchenreuth feiert 125-jähriges Bestehen
Heiliger Florian als Vorbild

Dem Gottesdienst voran ging ein kurzer Festzug mit politischer Prominenz
Vermischtes
Kemnath
04.07.2017
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"Nur" zwei Tage lang feiert die Feuerwehr Fortschau-Kuchenreuth. Dabei gäbe es eigentlich 125 gute Gründe.

(stg) Den Auftakt bei der 1892 gegründeten Wehr machte am Festplatz das Duo Kristall. Zu dessen Klängen im Festzelt drehten die Besucher manch Runde auf dem Tanzparkett. Gut kamen auch die Pizzen aus dem Holzbackofen an: Knapp 90 Stück gingen über die Theke.

Der zweite Teil des Festes folgte am Sonntag, eingebettet in das Kapellenfest. Vor dem kleinen Gotteshaus zelebrierte Stadtpfarrer Konrad Amschl einen Feldgottesdienst. An dem Festzug, den Landrat Wolfgang Lippert, Rathauschef Werner Nickl und dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer anführten, beteiligten sich zahlreiche Fahnenabordnungen benachbarter Feuerwehren. Für die musikalische Gestaltung sorgte der gemeinsame Chor aus Liedertafel Kemnath und Sängerbund Immenreuth unter der Leitung von Steffi Übelmesser. Am Keyboard begleitete Steffi Wöhrl.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Amschl den heiligen Florian, der Verantwortung für seine Mitchristen übernommen hatte. "Anstatt sich davor zu verschließen, wie Unschuldige gefoltert und getötet wurden, suchte er eine Lösung, um zu helfen", sagte der Pfarrer. Auch heute gebe es noch Menschen, die sich nicht aus allem heraushalten wollten und denen es nicht egal sei, was mit anderen passiert. Natürlich gehe es dabei nicht immer um den Einsatz des Lebens, obwohl gerade Brandschützer immer in Lebensgefahr seien. Die Kameraden der Feuerwehr Fortschau-Kuchenreuth hätten sich dem Spruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" verpflichtet. Sie demonstrierten damit ihre Bereitschaft, dem Nächsten in der Not zu helfen. "Wenn die Sirenen heulen oder die Martinshörner tönen, dürfen wir die selbstlose Arbeit der Einsatzkräfte dankbar begleiten."

In seiner kurzen Ansprache ließ Vorsitzender Hermann Schraml die Geschichte der Wehr Revue passieren. "Es zieht sich durch, dass sich hier Menschen aus Kuchenreuth und Fortschau, später dann auch aus Kemnath-Süd, zusammengetan haben, um sich selbst zu helfen." Stets sei es darum gegangen, gegen Feuer zu kämpfen, aber auch schon immer darum, das Leben in der Heimat zu gestalten. "Nicht immer nur zu fordern, sondern selbst tätig zu werden, das ist die Devise unserer Mitglieder." Für Unterstützung durch die Stadt sei man stets dankbar, zunächst werde aber geschaut, was man selber leisten könne. Gratulationen zum Jubiläum überbrachten im Anschluss Landrat Lippert, Bürgermeister Nickl sowie Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther.

Den ganzen Tag über wurde gefeiert, bestens gesorgt war für kulinarische Verpflegung durch das Gasthaus Busch. Die Feuerwehr hatte am Nachmittag für eine Auswahl an Torten und Kuchen gesorgt. Und am Abend wanderten rund 140 Pizzen aus dem Holzbackofen über den Verkaufstisch.
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