Feuerwehr nach Brand in Eisersdorf noch immer im Einsatz
Die Ermittlungen laufen

Auch am Dienstagmittag musste noch gelöscht werden. Das eingestürzte Dach bedeckte die Glutnester.
Vermischtes
Kemnath
10.01.2017
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(mde) Selbst vier Tage nach dem Feuer auf dem landwirtschaftlichen Gehöft in Eisersdorf bei Kemnath musste die Feuerwehr immer noch ran. Versteckte Glutnester hatten wieder zu qualmen begonnen. Brandermittler müssen nun die Ursache klären, wie es zu dem Brand am Dreikönigstag kommen konnte (wir berichteten). Ein Bagger zerlegt derzeit die Ruine.

Am Dienstagvormittag gegen 9 Uhr schrillten erneut die Funkmeldeempfänger. Die Kemnather Polizei hatte nach Eisersdorf gerufen, es stieg dichter Qualm auf. Die Feuerwehr leitete sofort weitere Nachlöscharbeiten ein.

Brandstiftung ausgeschlossen

Gegen 10 Uhr kamen dann die Kriminalpolizei, ein Gutachter sowie Vertreter der Versicherungen. Thomas Mikolei von der Kriminalpolizei Weiden, der als Sachbearbeiter die Brandermittlungen leitet, teilte mit, dass nach einem sogenannten Ausschlussverfahren ermittelt werde. Hierbei werden Umwelteinflüsse und örtliche Gegebenheiten abgewogen. Vermutlich komme ein technischer Defekt in Betracht. Die Hackschnitzelheizung selbst, welche das Nebengebäude beherbergte, scheide als Ursache aber aus. Brandstiftung könne ebenfalls ausgeschlossen werden - so der Sachstand am Dienstagmittag.

Bagger trägt Gebäude ab

Ein Bagger der Firma Erdbau Zeitler aus Kemnath sowie ein Lastwagen der Firma Prechtl aus Neusorg rollten an. Unter Leitung des Beamten der Kriminalpolizei und des Diplom-Chemikers Dr. Michael Kuhn vom Institut für Schadenverhütung und -forschung trug ein Greifer Teile des Gebäudes ab, um weitere Ursachenermittlung möglich zu machen. Mikolei gab auf Nachfrage bekannt, dass auch ein "Tierfraß" an einer elektrischen Einrichtung wie einem Kabel nicht ausgeschlossen werde.

Durch das Abtragen der Brandruine konnten auch letztere Glutnester abgelöscht werden. Die Kemnather Feuerwehr konnte am Dienstag gegen 14 Uhr nach vier Tagen endgültig ihren Einsatz beenden. Viele Arbeiten der Wehr liefen auch im Hintergrund ab: Schläuche mussten gewaschen, getrocknet und gerollt, Fahrzeuge gereinigt und bestückt sowie die Fahrzeughalle und Schutzkleidung gesäubert werden.
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