Frauenbund Kemnath veranstaltete bunten Faschingsnachmittag
Willkommen in Bad Kemnath

Beim Rollatorentanz schwangen Bein und Gehwagen in die Lüfte. Bild: mde
Vermischtes
Kemnath
05.02.2018
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Lachen ist die beste Medizin. Gut dosiert verabreicht sie der Katholische Frauenbund Kemnath seinen "Kurgästen von Bad Kemnath" in Form von Sketchen und lustigen Geschichten.

Die Vorsitzende des Kemnather Frauenbundes, Rita Ponnath, war am Sonntag bei diesem besonderen Kaffeekränzchen die "Kurdirektorin". Zu Beginn des rund vierstündigen Faschingstreffens begrüßte diese rund 70 Frauen im Saal des "Kurklinikums Josefinum" (Gaststätte Kormann). Besonders beim Ententanz saß dann so gut wie niemand mehr auf den Stühlen. Für eine ausreichend große Tanzfläche mussten auch Tische und vereinzelt Sitzgelegenheiten weichen.

Das "gesunde Essen" bei Leinsamen, Spinatnudeln und Spargelsaft schlug den Kurgästen aus der Oberpfalz im Sketch wohl eher auf den Magen. Maria Drechsler, Hildegard Wolf und Regina Frank wünschten sich doch lieber "an Schweinsbratn" mit Weißbier oder ein Paar Zoiglbratwürst' auf den Teller. "Da hätte ich ja meinen Kanarienvogel mit auf die Kur bringen können, der frisst das eher", meinte stellvertretende Kurdirektorin Regina Frank.

Abnehmtipps waren im "Wartezimmer vom Doktor" das Thema. "In London, wenn du eine Stunde parkst, nehmen sie dir fünf Pfund ab", meinte eine Patientin im Wartezimmer. "Das wäre doch eine bessere Abnehmkur. Einfach täglich ein paar Stunden parken und der Speck erledigt sich von selbst." "Ich kam letztens in Schwitzen, als ich beim trainieren nach einer Stunde einen Hexenschuss bekam. Der Trainer half, damit ich mit dem Bauch auf dem Boden lag. Dann kam mir ein Kracher aus und ich wurde rot", meinte eine weitere wartende Patientin. "Also den Schuss hätten wir schon mal los und die Hexe werden wir auch noch finden", meinte daraufhin mein Trainer.

Alleinunterhalter Walter Kobel aus Erbendorf sorgte für die musikalische Unterhaltung. Pater Dr. Joseph Meenpuzhackal war als "Seelsorger des Kurortes Kemnath" den ganzen Nachmittag über gut aktiv - auch als Tänzer. Ebenso wohnte Stadtpfarrer Konrad Amschl dem Kaffeekränzchen bei.

Mit den "rüstigen Senioren", die mit acht Rollatoren durch den Saal zum Tanz kreisten, war so richtig Schwung geboten. Zum Lied "Theo, wir fahren nach Lodz" hatte Isolde Schneider diese Choreographie mit den Frauen auf die Beine gestellt. Die Beine der "rüstigen Rolli-Dancers" blieben dabei nicht auf dem Boden, sondern schwangen in luftigen Höhen über die Tanzfläche und die Gehwagen.

Als Erinnerung an das Kaffeekränzchen gab es für jeden Gast ein rot-blaues Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Bad Kemnath", die der "Soifnsieder" (Konditorei Lehner) aus dem "heimischen Kurort" hergestellt hatte.
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